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EIN ANDERER BLICK

Lebenssituationen, Aspekte, Menschen... die Dinge des Lebens anders betrachten...

Religion "Wissenschaft"

Veröffentlicht am 25. Mai 2017 von Shade in Deutsch

Ein Thema, das mich in letzter Zeit des öfteren begleitet hat hängt mit etlichen Diskussionen über Esoterik / Spiritualität und Wissenschaft zusammen. Während ich persönlich Einsteins Satz recht gebe, dass die Wahrheit sich eines Tages ebensosehr wissenschaftlich, wie auch esoterisch und psychologisch erklären wird, kann ich in vielen Bereichen immer noch den K(r)ampf betrachten, in welchem Menschen glauben, dass man unbedingt eine Seite wählen muss, und dass nur einer recht haben kann. Mal abgesehen, dass diese Diskussionen immer noch sehr Star-wars-lastig anmuten, möchte ich das Thema aus einem ganz anderen Winkel betrachten.

 

Doch ehe ich damit beginne, will ich gleich einmal jenen Teil aus dem Weg räumen um den es mir gerade NICHT geht.

Natürlich gibt es etliche Argumente dazu, dass die Wissenschaft nur in die Richtung forscht, die jene interessiert, die das Geld haben, die Wissenschaftler zu bezahlen, doch erst einmal gibt es inzwischen viele Quellen, die auch umstrittenere Theorien darlegen, die wahrscheinlich kaum von Interesse für die grossen Konzerne und Lobbys sind.

Doch für weitere Argumentierende möchte ich einfach bloss etwas Gedankenfutter mitgeben, damit diese einen Knochen zum Kauen haben und den Rest nicht mehr lesen müssen:

 

1) Wären es wirklich nur die Reichen, die den Kurs der Wissenschaft leiten würde, dürfte man sich die Frage stellen, welche Rolle der Vatikan darin spielt. Darf dann überhaupt geforscht werden, ob Gott existiert oder ist der Vatikan daran interessiert, dass dahingehend nicht geforscht wird, weil ein Beweis, dass er nicht existiert, dieser grossen Weltmacht....upppsss Weltreligion ein für alle Mal das Genick brechen würde?

2) Für die esoterisch Angehauchten: Inwiefern unterscheidet sich die finanzielle Lenkung einer Wissenschaft in eine Richtung, von der esoterischen Anfrage nach Licht und Liebe und Engel, die bei jedem Furz, der uns quersteht, zur Seite stehen und uns abhängig machen, während jede Einladung sich seiner eigenen tiefen und dunklen Abgründe wertebefreit abzunehmen, mit Ekel und Angst als niedere Wesen bis hin zu dem absoluten Bösen betitelt und bekämpft werden.

In vielen Fällen, esoterisch, spirituell, psychologisch wie auch wissenschaftlich, geht es zu allererst einmal darum, das Geschehen innerhalb wie ausserhalb von uns, zu erklären und verstehen zu lernen, um so einen gesunden Umgang damit zu ermöglichen. Dass dies auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig passiert, die sich durchaus verbinden lassen (man siehe u.a. Friedjof Carpa, Jill Bolte Taylor, Jeremy Narby oder Bruce Lipton, um nur ein paar aufzuzählen), wird jeder erkennen dürfen, der seinen Horizont erweitert und seine Konfortzone verlässt.

 

Zurück zum Thema:

Warum also spreche ich hier von der Religion "Wissenschaft"?

Glaube ich wirklich, dass die Wissenschaftler versuchen, eine Art Religion hervorzubringen?

 

Da ich Situationen und Trends immer etwas breitgefächerter betrachte, ist mir inzwischen aufgefallen, dass es hier wie mit vielem anderen ist: History repeats itself. Die Geschichte wiederholt sich.

 

Je mehr ich religiösen und spirituellen Gegnern zuhöre, die auf die Wissenschaft plädiere, umso mehr merke ich, dass diese Menschen einen Satz der Wissenschaftler vollkommen ausser Acht lassen:

 

Die Wissenschaftler sind dazu angehalten, ihre Erkenntnisse und Theorien immer mit der Anmerkung zu veröffentlichen, dass diese Schlussfolgerungen mit den jetzigen Möglichkeiten, Techniken und Erkenntnissen definiert werden. Dies bedeutet, dass selbst ein Wissenschaftler immer offen sein muss, dass seine Theorie widerlegt werden kann, weitere Aspekte aufbringen kann oder sich als falsch herausstellen kann, sobald neue Technologien weiter in das Thema eindringen und weitere Erkenntnisse zutage fördern.

 

Doch etliche der Leser und "weltlichen" Vertreter (also oftmals Menschen, die sich in diesen Gebieten nicht wirklich auskennen oder gar darin gearbeitet haben), entwickeln aus derzeiten wissenschaftlischen Theorien unumstössliche "Fakten", die in religiösen Kreisen DOGMEN genannt werden!

 

Also lasst mich mal die grossen religiösen Ikonen benennen, auf denen Religionen fussen obwohl diese sie nicht erschaffen oder gegründet haben:

Ebenso wie es weder zu Jesus noch zu Buddha einen Beweis gibt, dass diese die heutigen Dogmen von ebendiesen Religionen so hingestellt haben, gibt es keinen Grund, die heutigen Veröffentlichungen der Wissenschaftler als unumstösslich und nicht zu hinterfragende "Wahrheiten" hinzustellen.

Schlimmer noch: Heute sind diese Theorien von Anfang an niedergeschrieben (eben mit dem oben erwähnten Vermerk) und somit hat man einen absoluten Beweis: Dass etliche Vertreter der heutigen Wissenschaftler sich in keinster Weise von religiösen Vertretern unterscheiden. Ebenso wie der Vatikan ganze Abschnitte einer Bibel zensiert hat, um die Menschheit nicht zum Hinterfragen zu animieren, lassen heutige Wissenschafts-vertreter (und ich wiederhole noch einmal, es handelt sich nur seltenst um die Wissenschaftler selbst!) den Vermerk, dass die niedergeschriebenen Theorien keinesfalls die ewige Wahrheit verkünden, ohne mit der Wimper zu zucken unter den Teppich fallen, bloss um ihre zum Dogma gewandelten Meinungen als einzig richtig hinzustellen.

 

Dabei geht es wie bei Jesus oder Buddha nicht mehr um die Wissenschaftler, auf beiden Seiten vielleicht einfach bloss Menschen, die versucht haben und versuchen, die derzeitige Situation zu verstehen und zu erklären.

Sie sind auf allen Gebieten nur Mittel zum Zweck jener Menschen, die eigentlich nur von einer Angst getrieben sind: Jene Angst, dass ihr Weltbild auseinanderfallen könnte und sie die Illusion einer Kontrolle über das, was sie glauben zu wissen, nicht mehr aufrecht erhalten können.

 

Wie sehr dies Religionen eingeschränkt hat und von einer Weiterentwicklung abgehalten hat, dürfte jedem mit gesundem Menschenverstand klar sein.

So sollte man dies im Auge behalten, um nicht die Wissenschaft selbst damit einzuschränken und den Wissenschaftler die Intelligenz und Fähigkeit abzuerkennen, dass auch diese weitere Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln können, die es Wissenschaft wie Mensch zugleich erlauben, sich weiterzuentwickeln.

 

In diesem Sinne lade ich ein, sich bei jeder Meinung, die man vertritt, zumindest zwei Punkte im Hinterkopf zu behalten:

Es gilt nur jetzt

Es gilt nur für das was ich sehe und erkenne und es gibt kein Beweis dass es sich auf all das übertragen lässt, was ich noch nicht erfahren und erkannt habe.

 

Wie sonst möchten wir uns weiterentwickeln?

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Was sind die Konsequenzen?

Veröffentlicht am 9. Mai 2017 von Shade in Deutsch

Was passiert in der Gesellschaft IV:

Was sind die Konsequenzen

 

Dass die Aspekte, die ich in den vorherigen Texten erklärt und beschrieben habe, natürlich auch weitere Konsequenzen haben, liegt auf der Hand. Dabei möchte ich nun weiterhin auf die Zwiespältigkeit dieser Konsequenzen hinweisen, die diese mit sich tragen.

 

Die Gesellschaft besteht also grösstenteils aus Menschen, deren Fokus nach aussen gekehrt ist, was bedeutet, dass Verantwortung und Wunscherfüllung normalerweise bei anderen liegt. Dabei geht es hier nicht um Schuldzuweisung. Wer in seiner Kindheit gelernt hat, dass jede Art von Konsequenz, sei sie nun positiv oder negativ, von Aussen (oder gar von "Oben") kommt, hat die Möglichkeit nicht gelernt, dass dem nicht so ist.

 

Hier entsteht ein doppeltes Wechselspiel.

Auf der einen Seite glauben Menschen, sie müssten den Forderungen anderer nachkommen, egal ob diese sie wirklich gestellt haben, oder dies nur in der Vorstellung des einzelnen existiert.

Auf der anderen Seite denken dieselben Menschen, andere müssten also auch ihren Erwartungen entsprechen. Wie weit dabei dieser Gedankengang unterbewusst abläuft, möchte ich an einem Beispiel zeigen, das mir vor kurzem passiert ist.

 

Mir wurde zu einer "Arbeit" die ich allgemein tat, von einer Frau erklärt, ich sei ihr nicht verpflichtet, dies zu tun. Dabei tat ich die Arbeit aus eigenen Gründen und Motiven, doch die Frau war der absoluten Überzeugung, sie wäre der Grund, der Auslöser, der Mittelpunkt der Arbeit. Nicht nur also hatte sie die Annahme, dass ich es für SIE tun würde, sondern sie glaubte ebenfalls, sie wäre in der Lage mir zu erlauben, diese Arbeit nicht zu tun!

 

Wer richtig hinschaut, erkennt solche Situationen im Alltag, und stellt somit fest, dass eine der Konsquenzen nicht der Egoismus sondern der Ego-ZENTRISMUS ist.

 

Der Unterschied ist sehr einfach zu erklären. Während Egoismus immer nur das Individuum selbst betrifft, der sich erst einmal um sich selbst kümmert, ist der Egozentriker fest in seinem Umfeld verankert. Er ist von seinen Mitmenschen abhängig, um ein Umfeld zu schaffen, in welchem er zum Mittelpunkt wird.

 

Die depressiven Persönlichkeiten werden diesen Mittelpunkt mit Kusshand annehmen, da sie nun jemanden haben, dem sie glauben, gerecht werden zu müssen. Der Haken an der Geschichte ist, dass sich dies nicht lange aufrecht erhalten wird, da eben diese depressiven Persönlichkeiten irgendwann auch Forderungen an ihre "Sonne" stellen werden, sich also selbst in den Mittelpunkt stellen wollen, um den dann der vorherige Egozentriker drehen soll. Ich denke, ich muss nicht weiter erklären, dass dieses hin und her nur zu Streit, Frustration und Unzufriedenheit führen kann, während jeder gleichzeitig Mittelpunkt sein will und ebensosehr die Verantwortung wie den schwarzen Peter auf den nächsten abschieben möchte.

 

Hinzu kommt der zwanghafte Einfluss, der gerne alles so lassen möchte wie es ist, und der somit diese Flexibilität gar nicht zulässt. Es entwickelt sich ein zwanghafter Drang alles zu kontrollieren, was das Depressive weiterhin in die Richtung einer wirklich krankhaften Depression führt, weil sich weder Dinge noch Menschen so kontrollieren lassen, wie es erwünscht ist.

 

Das Resultat ist, dass die Erwartungen des einzelnen unerfüllt bleiben, was die Prägung der tertiären Konsequenz triggert, und der Mensch sich darin bestätigt fühlt, dass ein übergestelltes Wesen (Gott) ihn wohl nun bestraft. Anstatt also im Innern die Muster zu erkennen und zu klären, wird weiterhin nach aussen geschaut und die Situation wird an abstrakten Erklärungen festgemacht.

 

Ein weiteres Beispiel, das sich hier sehr stark abzeichnet, sind die Partnerschaften, die in die Brüche gehen, und wo dem Verflossenen weiterhin hinterher geschmachtet wird. Ganz nach dem Motto "bis dass der Tod euch scheidet" (was den zwanghaften Typus nährt) wird eine Partnerschaft begonnen, und vom Partner gefordert, wie dieser zu sein hat, um uns glücklich zu machen (depressive Persönlichkeit, Erlebnis des angepassten Kind-Ich). Bricht diese Partnerschaft unter dem aufgebauten Druck zusammen, wird sich weiterhin an dieses untergehende Schiff geklammert, meist mit dem Wunsch, der ANDERE möge seinen Fehler einsehen, der ANDERE möge zurückkommen.

 

 

Ein weiterer Punkt, der sich in unserer Gesellschaft als Konsequenz abzeichnet, ist der Materialismus. Da wir in diesen Ängsten und Prägungen aufgewachsen sind, beginnen viele Menschen zu glauben, ihre Sicherheit an materiellen Dingen festmachen zu können. Auch hier spielt die zwanghaft-depressive Persönlichkeit des zu stark ausgeprägten Kind-Ichs eine grosse Rolle. Es versucht eine gewisse Verantwortung zu entwickeln, und sucht seine Sicherheit in dem was zu Anfang geprägt wurde: Etwas konkretes, was man anfassen und auf primärer Ebene erlebt werden kann.

Und so steuert Beispiel-Paul im Erwachsenenalter unbewusst auf die erste Prägung zurück: Besitz, Essen und all jene Dinge, die primäre Erfahrungen ermöglichen.

 

Dabei wäre dies in gewissen Masse nicht 'falsch', wenn der Beweggrund hinterfragt werden würde. Denn etliche Menschen schaffen sich das eine oder andere aus purer Lust an der Freude an, geniessen es in vollen Zügen und erfreuen sich dessen, was sie haben. Doch da bei ihnen keine Angst und kein Sicherheitsbedürfnis mitschwingt, ist die Lust und Freude "echt". Auch wenn der Besitz dann irgendwann losgelassen werden muss, mag dies mit einem melancholischen Gefühl verbunden sein, das jedoch schnell der Freude, dass nun etwas Neues entdeckt werden kann, Platz machen wird.

 

Auch weiterhin wird sich unser Unterbewusstsein einen Weg zurück in unser Leben bahnen. Eine weitere Konsequenz, die ich seit einiger Zeit beobachte, ist die Art und Weise wie konkrete Informationen ganz individuell so gedreht werden, wie sie ins eigene Weltbild passt. Das krasseste Beispiel ist dabei der Vokabular der Menschen und somit die Kommunikation untereinander, die langsam aber sicher an die Geschichte des Turm von Babel erinnert. Um kurz "biblisch" zu werden... da diese Menschen einen Turm zu Gott hinauf bauen wollten, hat Gott ihnen verschiedene Sprachen gegeben, so dass sie sich untereinander nicht mehr verstehen konnten.

 

Ging es damals um verschiedene Sprachen, wird dies inzwischen in jeweils einzelner Sprachen überdeutlich. Wie sehr Worte wie "Egoismus" oder "Liebe" schon pervertiert wurden, sind bloss ein Beispiel in dem Lauf der Zeit.

Fast jedes abstrakte Wort wird langsam aber sicher mit eigenen Werten gefüllt, von denen dann erwartet wird, dass andere das Wort genau so verstehen. Dabei wird nicht einmal geklärt, ob man sozusagen immer noch von derselben Sache redet. Worte, die klar und deutlich definiert worden sind, die sich etymologisch nachvollziehen lassen, wird ein anderes Mäntelchen mit den Worten "ich seh das SO" übergezogen und so redet die Menschheit munter aneinander vorbei, mit der Erwartung (depressive Persönlichkeit) dass andere sie verstehen.

 

Und langsam, immer stärker, entwickelt sich dabei der Glaube, dass jeweils der "Redende" recht hat, und die Verantwortung fürs Verstehen einzig und alleine bei den anderen liegt.

 

Um es bildlich darzustellen, auch hier besteht die Welt nur noch aus Sonnen, die einander anleuchten und verblenden.

 

Die Frage die nun eigentlich bleibt, ist jene, ob es eine Möglichkeit gibt aus diesem Karrussell auszusteigen.

Und auch hier möchte ich kurz auf zwei Dinge hinweisen:

Erstens wird auch hier die Erwartung auf den anderen zu keinem Resultat führen. Was ich in weiteren Texten erklären werde geht ausschliesslich darauf hin, was man selbst tun kann.

Zweitens gilt es nun ebensowenig, die Erwartungen sich selbst gegenüber ins Unermessliche zu steigern. Die Gesellschaft hat Jahrhunderte gebraucht, so verquer zu denken, nun sind kleine Schritte angesagt, doch gilt es, diese umzusetzen.

Und drittens ist es nicht die Arbeit eines jeden, nun die Welt zu retten, sondern einzig und allein daran zu arbeiten, seine eigene Welt in Ordnung zu bringen.

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Gott, Monotheismus und die Welt

Veröffentlicht am 8. Mai 2017 von Shade

Was passiert in der Gesellschaft III:

Gott, Monotheismus und die Welt.

 

 

Während die beiden ersten Texte (Initialkonflikt und depressive Gesellschaft) die Entwicklung unserer kindlichen Prägung erklären, möchte ich nun darauf eingehen, inwiefern der hier angesiedelte Monotheismus etwas damit zu tun hat, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt hat.

 

Auch wenn heute etliche Leute sich aus der Kirche ausschreiben und erklären wollen sie hätten mit dem Christentum und mit Gott nichts mehr am Hut, so scheinen sie zu vergessen, dass etwas mehr dazu gehört, sich dieser Werte zu entledigen als sich davon zu distanzieren oder gar, wie zum Beispiel massenweise "Atheisten", dagegen zu wettern und einen Konkurrenzkampf zu veranstalten. Obwohl es mir hier nicht darum geht, dieses brisante Thema weiterhin aufzuheizen möchte ich einfach nur klarstellen: Wer andere klein- und lächerlich machen muss, der hat das Thema NICHT verarbeitet. Wie heisst es doch so schön, man muss die Kerze des anderen nicht ausblasen, um die eigene Funzel leuchten zu sehen. All die Energie und Aufmerksamkeit, die man sehr gut in konstruktiver Weise bei sich ansetzen könnte, wird auf andere verschwendet, die man nicht einmal mag.

Ich werde demnach kurz sarkastisch: Intelligent ist anders.

 

Doch zurück zu den Punkten, die sich wirklich abzeichnen, und die im Wertedenken vieler Menschen immer noch fest verankert sind.

 

Dazu möchte ich erst einmal an die Erklärung des Initialkonfliktes anknüpfen.

 

Während also der Erwachsene nun innerlich den Konflikt erlebt, Sicherheit zu suchen und gleichzeitig sich selbst (er)leben zu wollen, wird er genau diesen Blick nach aussen weitertragen. Unser Beispiel-Paul hat also gelernt, aus der Transaktionsanalyse sozusagen "nach oben" zu schauen. Als Kind ist dies sogar real zu verstehen, da die Eltern das Kind von oben herab bestrafen werden, wenn es ihren Regeln nicht folgt. Da diese binären Konsequenzen darüber hinaus von der Laune der Eltern abhängt (eine Strafe mag zB milder ausfallen, wenn Mama gerade gut gelaunt war), wird Paul demnach nicht vorher sehen können, was ihn erwartet. Dies wird durch Androhung tertiärer Konsequenzen natürlich verstärkt, bei denen weder die Persönlichkeit (die Wesenheit) noch die Konsequenz selbst wirklich als Realität erlebt werden kann.

 

Wenn also Paul ein stark (nicht 'gut') entwickeltes angepasstes Kind-Ich in sich trägt, wird dieser Anteil von ihm auch späterhin im Leben nach äusseren Referenzpunkten suchen, die die Projektion der Erziehung aufrecht erhalten.

Hier kann der Chef schnell zur Vaterfigur werden und manch einer wird bei einer Ehefrau, die den mütterlichen Aspekten entspricht, schnell zum Pantoffelheld. Doch all dies wird nur die binären Konsequenzen nähren.

 

Für die tertiären, abstrakten, nicht erfassbaren Konsequenzen, die bloss wie ein Damoklesschwert über Paul hängen, wird zu einer fiktiven Wesenheit gegriffen, die in unserer christlich angehauchten Gesellschaft unter dem Namen "Gott" bekannt ist.

 

Auch wenn viele nun auf die Kirche zeigen, und erklären, dass sie sich davon distanzieren, ändert dies nichts daran, inwiefern sie im Zwist ihrer eigens erschaffenen Gottesfigur gefangen sind. Denn einerseits erklären sie, was Gott denn will und auf der anderen Seite erwähnen sie, dass man sich kein Bild von Gott machen kann/soll. Hier zeigt sich, dass es sich bei Gott um eine Projektionsfläche handelt. Dabei unterliegt dieser "Gott" denselben Projektionen wie viele Menschen in dem Umfeld der Anpassungs-Kind-Ich-gesteuerten Menschen. Oftmals glauben diese nämlich, Erwartungen einer weiteren Person gerecht werden zu müssen, die diese gar nicht hat.

 

"Gott" ersetzt demnach in der Welt jener Menschen das väterliche und/oder mütterliche Bild, das ebenso sehr schützend und tröstend erscheinen kann, wie zürnend und strafend.

Und so wird das angepasste Kind-Ich auf der einen Seite genährt, während das innere Rebellenkind weiterhin etwas hat, um dagegen zu rebellieren, ohne dass ein Erwachsenen-Ich sich selbstverantwortlich entwickeln kann.

 

Inwiefern die sogenannten christlichen Werte dabei eine Rolle spielen, lässt sich weiterhin erklären. Erst das monotheistische Weltbild hat abstrakte Werte wie "gut" und "böse/schlecht" in unsere Gesellschaft eingebracht. Naturkulturen wie sie auch hier in unseren Gegenden vorher existierten, waren sich der Gefahren der Natur sehr wohl bewusst, doch diese waren real und ihre Konsequenzen liessen sich ebenso konkret erleben. Auch der Umgang mit den pantheistischen Göttern war viel breitgefächerter und nicht auf "illusionäre" Instanzen alleine festgemacht. Sogar der Gedanke an Thor war an Blitz und Donner zu erkennen, also an etwas Konkretem.

 

Erst die christlichen Glaubensvertreter brachten mit "Gottes Wege sind unergründlich" das abstrakte Konzept mit. Sie zerstörten von sich aus heilige Stätte und ermordeten Leute, die sich dafür entschieden, beim eigenen Glauben zu bleiben, ohne dass Gott jemals etwas konkretes gezeigt hätte, das ihn (ob real oder illusionär) bewiesen hätte. Alles geschah durch Menschenhand und wurde als Auftrag Gottes dargelegt.

 

Die Überlebenden, die sich dem Glauben unterwarfen, entwickelten also eine Angst an etwas, das nicht zu kontrollieren war, und anstatt dass die logische Entwicklung der Menschen jene gewesen wäre, dass der Mensch mit der Zeit Erkenntnisse gewonnen hätte, die ihm helfen konnten, alte Ängste (die früher notwendig waren) zu verarbeiten und zu heilen, wurde diese Angst nun auf etwas übertragen, das nicht erklärbar ist und deswegen nicht greifbar und nicht auf der Linie der menschlichen Entwicklung heilbar.

 

Hier möchte ich kurze eine Klammer öffnen und auf die Parallelen der Gottes-Idee und der Erziehung hinweisen. Sowie Mama Beispiel-Paul etwas verbat, es vielleicht am Weihnachtsmann festmachte, und dann selbst strafte, so verbaten die christlichen Vertreter den wirklichen europäischen Einheimischen vieles, machten es an Gott fest, doch straften selbst.

 

So bleibt "Angst" in den Köpfen der Menschen erhalten und anstatt zu versuchen, den Dingen auf den Grund zu gehen um damit "durch" zu sein, wird diese Angst durch den Gedanken an tertiäre Konsequenzen aufrecht erhalten und auf alles projiziert was man selbst nicht versteht. Das Wort "Angst" kommt übrigens von "eng" (Engste) und so bleibt die ver-engte Sicht ein Horizont, den seltenst jemand mit einer gesunden Neugier überschreiten möchte, indem er sein inneres Rebellen-Kind auf ebenso gesunde Weise einsetzt und erforschen will, was denn wirklich passiert, wenn man nicht nach diesen abstrakten Regeln lebt.

 

Dieser Aspekt ist demnach über unsere Erziehung in unser Denk- Werte- und Glaubenssystem übertragen worden und lässt sich nicht mir-nichts-dir-nichts mit einem Knopf ausschalten. Es gilt, dies zu verarbeiten.

 

Inwiefern haben jedoch noch weitere christliche Aspekte und Werte etwas mit der heutigen Gesellschaft zu tun?

 

An erster Stelle spielt hier das Wort "Schuld" eine Rolle, welches sich durch unsere Weltgeschichte zieht, seitdem es den Monotheismus gibt. Während es in Wirklichkeit um Konsequenzen (wertneutral, positive wie negative) und um Verantwortung geht, sprechen auch Menschen, die sich scheinbar vom Christentum gelöst haben, immer noch von Schuld. Wenn irgend etwas passiert, wird jener gesucht, der schuld ist. Es wird ein Mensch gesucht (oder Menschen, Gruppen, Völker), die "schuld" an dem sind, was abläuft. Dabei entwickeln sich zwei Aspekte:

 

Erstens einmal geht es nicht mehr um die Lösung des Problems oder um die Klärung der Situation, zu der vielleicht sogar Unbeteiligte etwas beitragen könnten.

Zweitens wird damit von sich selbst und der Eigenverantwortung abgelenkt.

 

Dies passiert nicht böswillig sondern weil der Mensch aus der Kindheit geprägt wurde, dass er sich anderen anpassen muss, und nichts beizutragen hat. Den wenigsten wurde in der Kindheit Werte wie Eigenverantwortung beigebracht. Wenn Paul die Kekse alleine futterte, war er SCHULD und wurde demnach betraft. Er wurde gelehrt, nach aussen zu schauen, und unsere heutige Gesellschaft trägt dazu weiter bei, weil jede Art von Erziehung und Prägung immer nach aussen geleitet wird.

 

Wie soll also ein Mensch, der nur lernt, auf andere zu schauen, überhaupt noch erkennen, wer er ist, für den er Verantwortung übernehmen könnte?

 

Ein weiteres Wort wurde wegen dieser Werte sogar pervertiert: Egoismus.

Da Selbstlosigkeit das Höchste überhaupt ist, Leute wie Mutter Theresa in höchsten Tönen gelobt und als absolutes Beispiel jedem unter die Nase gerieben werd, wie man ein guter Mensch zu sein hat, wurde das Wort "Egoismus" (und auch Ego) zum Unwort pervertiert.

 

Dabei bedeutet Egoismus nur Ich-Sein, ermöglicht es uns, uns selbst und unsere Grenzen zu erkennen und zu wahren und somit auch den anderen im Ich-Sein zu respektieren. Der Gedankenweg der Selbsterkenntnis ist also versperrt durch "christliche Werte".

 

"Gott" hängt dabei über jenen Menschen, die davon auf abstrakte Weise geprägt wurden, wie ein Damoklesschwert: unerreichbar, drohend zu fallen und dennoch einfach bloss da ohne etwas zu machen, ohne dass etwas passiert.

 

Und solange der Mensch all diese Dinge nicht für sich selbst klärt und jeden in seinem Glauben in Frieden lässt, deutet alles in ihm auf den Initalkonflikt hin, genährt von der depressiv-gepolten Erziehung, um ihn in der Angst festzuhalten, in welcher er zum Schluss kommt, es ist besser nichts zu tun als das "Falsche" zu tun.

 

Dabei möchte ich noch einmal drauf hinweisen, dass es nicht hilft, einfach zu sagen "ich bin nun Atheist" oder "ich bin nun Heide". Ich kann immer noch erkennen, wie abstrakte Werte wie "richtig" und "falsch" einfach übernommen werden, weil sie nicht verarbeitet wurden.

 

Und woran liegt das?

 

Nun, auch der Mensch, der eine andere Richtung (nach aussen hin) wählt, hat in seinem Inneren den Initialkonflikt noch nicht gelöst, weil er weiterhin an der Prägung festhält, dass sein Leben nicht in seiner Hand liegt und dass er keine Eigenverantwortung trägt. Also wird weiterhin gegen religiöse oder politische Richtungen gewettert (Rebellen-Kind) und sich anderen Informationen unterworfen (angepasstes Kind).

 

Einzig und alleine Psychologie steht zwischen all dem Zwist, und bietet Lösungswege an, die dort Lösungen einbringen, wo sie einzig und allein wirksam sein können: In uns!

 

 

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Depressive Gesellschaft

Veröffentlicht am 7. Mai 2017 von Shade in Deutsch

Was passiert in unserer Gesellschaft II:

Die depressive Gesellschaft

 

 

In meinem Text über den Initialkonflikt habe ich erwähnt, dass es auch einen Grund dafür gibt, warum die wenigsten Menschen zum Schluss kommen, aus ihrem Konflikt und ihrem Gespaltetsein auszusteigen. Auch dies lässt sich über Rahmenerklärungen sehr gut erläutern und dazu möchte zu Fritz Riemanns Grundformen der Angst greifen.

 

Fritz Riemann hat in seinem Buch "Grundformen" der Angst 4 Charaktertypen erklärt, die ich hier wiederum kurz aufgreifen werde, um den Rahmen für die Erklärung zu schaffen. Man findet im Internet einiges an Texten und oft wird ein 5ter Charaktertyp hinzugefügt (den Narzissen), dennoch bin ich zum Schluss gekommen, dass Narzissmus nichts mit Charaktertypen zu tun hat. Deswegen hier also die Erklärung der 4 Typen.

 

Fritz Riemann erklärt die 4 "Energien" (um es mal anders zu nennen) mit den Energien, die unsere Erde in Bewegung halten. Diese dreht um sich selbst sowie um die Sonne, und unterliegt der Schwerkraft wie der Fliehkraft. Die Parallelen oder Bildnisse davon lassen sich sehr gut auf den Menschen übertragen.

Jede Energie davon ist neutral an sich und kann durch Prägung, Traumata usw ein ungesundes oder krankes Ausmass erhalten (ein Zuviel oder Zuwenig). Anhand der Angaben dazu kann man lernen, eine gesunde Mischung aufrecht zu erhalten, den welcher jeder Aspekt seinen Spielraum bekommt, der ihm im Leben zusteht um uns zu ermöglichen und weiter zu entwickeln.

 

Eigendrehung:

Riemann nennt diesen Persönlichkeitstyp "schizoider Typ". Allgemein wird auch vom "Distanzierten" gesprochen.

Hier spielt die Selbstverantwortung eine grosse Rolle, die Unabhängigkeit.

Dies kann im ungesundem Mass zu einer Abkapslung oder Abwehrung führen.

 

Drehung um die Sonne

Hier spricht Riemann von einer "depressiven Persönlichkeit". Auch wird von dem "Fürsorglichen" gesprochen.

Dieser Typus kann einfühlsam und hilfbereit sein, kann sich gut auf andere einlassen.

Im ungesunden Mass allerdings schaut diese Person zu sehr auf andere, macht seine Werte an diesen fest und entwickelt eine Art Co-Abhängigkeit

 

Schwerkraft

Riemann erwähnt diese Menschen als "zwanghafte Persönlichkeit". Sie werden auch "die Beherrschten" genannt.

Diese Menschen achten auf Dauerhaftigkeit und Beständigkeit und können diese Sicherheit auch anderen (wie ein Fels in der Brandung) geben.

In ungesunder Weise entwickelt sich hier Kontrollzwang und Starrheit (Sturheit?)

 

Fliehkraft

Riemann spricht vom "hysterischen Typus". Allgemein werden diese Menschen auch als "lebhaft" beschrieben.

Hier handelt es sich um einen Typus, der sich durch seine Neugier und Sponanteität auszeichnet und der lebhaft und flexibel sein kann.

In ungesundem Masse verliert er seine Strukturiertheit und Sicherheit im Leben, führt kaum einen Plan bis zu Ende und sucht immer wieder nach Neuem, flieht sozusagen vor dem Altem und somit vor sich selbst.

 

Ich wiederhole, dass es sich bei meiner Ausführung um einen Grundrahmen handelt, Wer sich weiter damit befassen möchte, dem rate ich Fritz Riemanns Buch "Grundformen der Angst" an, sowie die Seite www.homeopathiewolf.de auf welcher man die Charaktereigenschaften mit weiteren Details und Punkten sehr gut erklärt finden kann.

 

 

Diese vier Typen entwickeln sich durch unsere Entwicklung in unserer Kindheit. Grösstenteils sind wir sozusagen eine Mischung der vier Energien, doch Traumata oder Prägungen können dazu führen, dass der eine oder andere Typus vorherrschender ist. Dabei überlappen sich die Typeneigenschaften mit den Ich-Anteilen von Eric Berne's Transaktionsanalyse.

 

So entwickelt sich der eigenständige (distanzierte, schizoide Typus) zu Beginn unserer Kindheit, da wir zuerst uns selbst kennenlernen, und somit erst einmal in aller Sicherheit um uns selbst drehen dürfen.

Die weitere Etappe bringt den Austausch mit anderen Menschen mit, an denen wir uns orientieren, so dass wir Respekt und Fürsorge dem anderen entwickeln können.

Weitere Erfahrungen, wie unter anderem die im "Intialkonflikt" beschriebenen primären, sekundären und tertiären Konsequenzen entwickeln dann den Hang zur Sicherheit sowie die weitere Neugier, seine eigenen Erfahrungen zu machen.

 

Allerdings möchte ich hier den Blick auf unsere Gesellschaft und den Umgang mit den Kindern werfen. Da heutzutage die Eltern oftmals beide arbeiten (ich möchte hier auch keine Diskussion darüber entfachen ob sie es müssen oder wollen), kommen die Kleinkinder oftmals in einen Kinderhort. Sie werden der 'sicheren' Struktur der Eltern entnommen und müssen sich auf weitere Menschen im Äusseren konzentrieren, sich deren Werte anpassen, um Sicherheit zu erleben. Diese Kinder werden keine Zeit mehr haben, sich auch mit sich selbst zu befassen und eine gesunde Eigendrehung entwickeln.

 

Auch später in den Schulen wird mehr und mehr darauf angesetzt, für die verschiedenen Fächer jeweils verschiedene Lehrer zu haben, von den Nachhilfestunden oder den Leuten, zu denen die Kinder nach der Schule gebracht werden, mal ganz abgesehen.

 

Das Muster, das sich durch den Initialkonflikt entwickelt hat, wird in unserer Gesellschaft weiter genährt. Das Kind muss nach aussen schauen, um seine Sicherheit zu gewähren, und somit ist das anpassungsfähige Kind-Ich auf der Ebene des depressiven sowie dem zwanghaften Typus gefordert. Platz für Eigenständigkeit, Eigenverantwortung sowie Neugier, Wissensdurst nach neuen oder anderen Denkweisen bleibt da nicht.

 

Dadurch entsteht ein solcher Druck (Pression), dass der gesunde Rhythmus gestört ist, der durchaus kleine Depressionen natürlich mit einbringt, also die Möglichkeit, einfach mal Druck abzulassen. Wer also diesen Druck auf die Spitze treibt, fällt tief, und somit sind Depressionen krankhafter Art vorprogrammiert.

 

Da in unseren Werten dahingehend auf jeder Ebene "Egoismus" immer noch als schlecht bewertet und somit komplett falsch verstanden wird, wird sich kaum jemand trauen, von diesem Karussell abzusteigen.

 

Sich um andere sorgen und kümmern, bis hin zum Einmischen wird nicht nur als "richtig" und "gut" empfunden, sondern unterbewusst entwickelt sich der Glaubenssatz, dass "wenn ich mich um andere kümmer, sich logischerweise andere um mich kümmere".

Wir bleiben also nicht mehr im Bild der Erde, in welcher das Gegengewicht zur Drehung um andere die Eigendrehung ist, sondern erliegen dem Fehlgedanken, dass das Gegengewicht zur Drehung um die Sonne unbedingt sein muss, dass wir zur Sonne werden und andere um uns drehen müssen.

 

Da andere Leute diesen unseren Forderungen aber nicht gerecht werden (und auch hier geht es nicht um die Diskussion ob sie es nicht können oder wollen), läuft der Druck, den wir auf andere ausüben wollen ins Leere, wir bekommen nicht zurück, was wir erwarten und uns wünschen, wir sind enttäuscht und da wir den Blick weiterhin nach aussen werfen, weil wir es ja nicht anders gelernt haben, verpassen wir folgendes:

Wir sind NICHT vom Leben und den Menschen enttäuscht, haben uns in unserem Bild über Leben und Menschen getäutscht und haben nun die Möglichkeit, aus dieser Täuschung auszutreten.

 

Unser Blick bleibt weiterhin nach aussen gerichtet, wir projizieren, weil wir über unsere Kindheit hinweg geprägt worden sind, eben nach aussen zu schauen um von dort aus unsere Sicherheit gewährt zu bekommen.

 

Die Konsequenz ist eine depressive Gesellschaft, wo jeder auf den anderen blickt, nicht WEIL er einen gesunden Austausch wünscht, sondern UM seine Sicherheit und seine Wünsche erfüllt ZU sehen.

 

Da wir auf der anderen Seite aber von jedem zweiten zu hören bekommen, dass wir für unser Glück kämpfen müssen, uns selbst dafür einsetzen müssen, entwickeln wir ein komplett konträres Bild zu unserer Prägung und so wird der Mensch in seiner Beherrschtheit, in seinem Zwang sitzenbleiben, da er nicht gelernt hat, dass Eigendrehung auch die Energie mit sich bringt, sich innerlich sicher (Selbstsicherheit) neugierig Neuem zu stellen und Neues auszuprobieren.

 

 

Dass hier auch monotheistische Religionen, der Glaube an einen Gott und sogenannte "christliche" Werte eine sehr grosse Rolle spielen, werde ich in einem weiteren Text erklären.

 

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Der Initialkonflikt

Veröffentlicht am 6. Mai 2017 von Shade in Deutsch

Was passiert in unserer Gesellschaft I:

Der Initialkonflikt

 

Ich schaue mir die Gesellschaft an sich und den einzelnen Menschen seit einiger Zeit an, und habe mir immer Gedanken darum gemacht zu verstehen, warum der Mensch heute so ist wie er ist, und was dies mit unserer Gesellschaft macht. Einiges davon habe ich schon in Texten wie...

"Wieviel Wir steckt in Wir"

"Das Borderlinewesen der Liebe" oder

"Unmoralische Genetik"

beschrieben.

Doch da ich der Sache auf den Grund gehen möchte, möchte ich verschiedene Aspekte näher beleuchten, so unter anderem unsere Entwicklung vom Kleinkind zum "scheinbar" Erwachsenen.

 

So kann ich seit einigen Jahren feststellen, dass die Probleme, die Leute in ihrem Leben wahrnehmen (ich sehe das für mich selbst nicht anders) nur die "obere Schicht" ist, die sich im Äusseren zeigt. In der NLP, in welcher ein Werkzeug namens S.C.O.R.E. benutzt wird, bedeutet S "Symptom", also das Erleben einer Situation, und das C steht für "Cause" (Grund), und bringt uns eben diesen Grund näher, warum wir die Situation als Problem bewerten. Der Sinn, mit diesem Werkzeug zu arbeiten ist also unter anderem, uns verständlich zu machen, dass der Grund, warum wir eine Situaiton als Problem wahrnehmen, ein innerer Konflikt, ein inneres Dilemma ist.

 

An dieser Stelle möchte ich klarstellen, dass dies nicht bedeutet, dass es im Äusseren nie ein Problem gibt. Wenn man einen unangenehmen Chef hat, kann dies sehr wohl auf "objektiver" Ebene der Fall sein. Allerdings kann uns die Arbeit mit S.C.O.R.E. erklären, dass wir ihn vielleicht nur subjektiv so wahrnehmen, weil sein Benehmen etwas in uns triggert, und dass es demnach eher die Situation mit dem Chef ist, die unerträglich wird, weil wir uns im Dilemma befinden, eine andere Arbeit zu suchen oder zu bleiben aus Angst, keine neue Stelle zu finden und somit zwar eine unerträgliche aber sichere Arbeitsstelle zu haben.

 

Dies ist natürlich nur ein Beispiel, doch viele Situationen haben einen ähnlichen Rahmen, und deuten somit auf einen inneren Konflikt hin. Ich habe mich also irgendwann gefragt, ob alle ähnlichen Problem einen ähnlichen Inneren Konflikt als Grundlage besitzen, und fand zumindest Ansätze zu einer Antwort in der Transaktionsanalyse von Eric Berne.

 

Dazu möchte ich kurz erklären, wie diese Analyse funktioniert, um besser zu verstehen, dass wir sozusagen nicht ein einziges Individuum sind, sondern aus inneren Anteilen (Werten) bestehen, die miteinander arbeiten oder in Konflikt zueinander stehen. Isabelle Padovani zB spricht nicht von Ego, sndern von Eneis (dem Wir).

 

In der Transaktionsanalyse wird von verschiedenen Persönlichkeitsanteilen gesprochen (Ego-States), die sich in uns entwickeln, während wir aufwachsen und unsere Erfahrungen machen. Auch wenn Erziehung und Erfahrungen von Mensch zu Mensch verschieden sind, so kann man doch Ähnlichkeiten erkennen, die unsere Prägungen betrifft. Und gleich verschiedener Programme die mit derselben Programmiersprache erarbeitet werden können, entwickeln wir aus individuelle Weisen mit unserer "Programmierung" von Erziehung und Erfahrung .

 

Ich werde die 6 Ego-States kurz erklären, wer sich weiter zu dem Thema informieren möchte, wird Informationen von Eric Berne finden, der die Transaktionsanalyse ausgearbeitet hat (u.a.: Spiele der Erwachsenen von Eric Berne).

 

Kritisches Eltern-Ich: Er achtet auf unsere Werte und entscheidet, was "gesund" für uns ist. Im unausgeglichenen Fall entscheidet er für andere und kritisiert sie oder sich selbst)

 

Fürsorgliches Eltern-Ich: Er achtet darauf, dass man bekommt, was man benötigt und trägt Verantwortung. Im unausgeglichenen Fall glaubt er, die anderen benötigen ihn, und dies kann so weit gehen, dass er andere klein macht, um ihnen dann helfen zu können.

 

Freies Kind: Dieser Anteil in uns hat Freude an dem was er tut, lernt ohne zu verurteilen und aus purer Freude an der Neugier. Im unausgeglichenen Fall verschwindet dieser Anteil fast ganz und überlässt den Platz den Eltern-Anteilen sowie den anderen Kind-Ich-Anteilen.

 

Rebellen-Kind: Es will seine eigenen Erfahrungen machen und wehrt sich gegen Werte, die ihm aufgezwungen werden. Im unausgeglichenen Fall, fühlt er sich von jeder Meinung persönlich angegriffen und wird keinen jeden Wert als falsch betrachten.

 

Angepasstes Kind: Es respektiert die Werte der anderen und akzeptiert diese als Mittel, in Austausch und Kommunikation mit den anderen zu bleiben. Im unausgeglichenen Fall, wird es sich immer den Werten anderer unterwerfen, aus Angst ausgeschlossen und demnach nicht mehr geschützt zu sein.

 

Erwachsenen-Ich: Es versucht Situationen so neutral wie möglich zu bewerten um den Eltern-Ichs den nötigen Platz zu schaffen, gesunde Entscheidungen zu fällen und den Kind-Ichs die Möglichkeit zu geben, ihre Gefühle auf gesunde Weise ausleben zu können. Es akzeptiert und respektiert sich selbst, erkennt seine Grenzen und weis demnach auch, die anderen zu respektieren. Dieser Anteil wird zum Mediator zwischen unseren inneren Anteilen. Im unausgeglichenen Fall hat sich dieser Anteil nicht (mit Hilfe des Rebellenkindes) entwicklen können, und existiert demanch nicht als "Anker" für eine gesunde Balance. Wenn dieser Anteil fehlt, hat das freie Kind auch keinen Platz.

 

Ich wiederhole: Dies ist eine Rahmenerklärung um besser verstehen zu können, was in unserer Entwicklung zum Erwachsensein in uns abläuft, woraus dann die Erklärung entsteht, warum wir Situaitonen als Problem bewerten.

 

 

Wie entsteht der Initialkonflikt?

 

Auf Basis der Transaktionsanalyse werde ich nun (mit einem Beispiel) die Entwicklung erklären.

 

Als Kleinkind besitzen wir anfänglich nur ein Anteil, das freie Kind. Wir machen Erfahrungen in unserem Leben, lernen unser Umfeld und uns selbst kennen, ohne dass irgendwelche Werteurteile daran gebunden sind. Dazu gibt es auch keinen Grund, es spielt zB keine Rolle wie unsere Füsse sind, wenn wir sie kennen lernen. Wir nehmen sie mit der Zeit als das wahr, was sie sind: Füsse

 

Je mehr wir unser Umfeld kennenlernen, umso stärker werden wir uns "Gefahren" nähern. Nun werden die Eltern eine Rolle spielen, weil diese begründeterweise davor warnen.

 

Beispiel: Der kleine Paul will den Herd anfassen und seine Mutter warnt ihn, dass der Herd heiss ist und er sich die Finger verbrennen wird. Paul wird den Herd dennoch anfassen und schmerzhaft miterleben, dass er sich effektiv die Finger verbrennt.

 

In diesem Fall erlebt Paul demnach eine Erfahrung von primärer Konsequenz.

Er wird dem entnehmen, dass er seinen Eltern vertrauen kann, und solche Situationen werden sich wiederholen und das Vertrauen und die Erfahrung primärer Konsequenzen prägen.

 

zB.: Wenn du die Katze am Schwanz ziehst, wirst du dir blutige Finger einfangen...

usw.

Auch wird Paul erleben, dass es anderen Kindern nicht anders ergeht. Demnach scheint es sich um eine Regel zu halten, die unumstösslich und allgemein gültig ist.

 

Doch eines Tages wird es Situationen geben, deren Konsequenz NICHT primär sein wird...

 

 

Beispiel: Paul, der kein Einzelkind ist, hat Kekse bekommen und beginnt, diese zu essen. Seine Mutter sagt ihm, er solle sie nicht alleine essen sondern sie mit seiner Schwester teilen. "Sei nicht egoistisch, das ist nicht gut, das tut man nicht..." Da Paul geprägt ist, seiner Mutter zu vertrauen, wird die Kekse mit seiner Schwester teilen. Dennoch kann er nicht nachvollziehen, was denn nun passieren wird, wenn er die Kekse nicht teilen würde, weil das Wort "egoistisch" abstrakt ist und nicht konkret nachvollzogen werden kann wie der Schmerz, wenn er sich die Finger verbrennt.

 

Nun spielt Paul irgendwann mal draussen und sieht, wie ein anderes Kind Kekse bekommt. Dieser futtert drauf los als gäbe es kein Morgen und teilt mit niemandem. Doch nichts passiert. Da Paul keine Konsequenzen sieht was im Gegensatz dessen steht was er zB mit der heissen Herdplatte erlebt hat, stellen sich Zweifel ein. Er wird versuchen, bei der nächsten Gelegenheit die Kekse für sich zu behalten, und wird verschiedene Reaktionen erleben. Entweder seine Mutter sieht es nicht und es wird - wie bei dem Jungen auf dem Spielplatz - nichts passieren, oder es wird die Mutter sein die wütend wird und ihn gar bestraft.

 

Nun erlebt Paul zwei weitere Möglichkeiten. Entweder merkt er, dass es keine Konsequenz hat oder die Konsequenz kommt von der Mutter, er erlebt also eine sekundäre Konsequenz

 

Dies steht im krassen Gegensatz zu der bisherigen Prägung und wird nun im Innern ein Dilemma auslösen.

 

Auf der einen Seite will Paul verstehen, was es mit seinen eigenen Erfahrungen auf sich hat, die nicht mehr in die "erste Regel" passt. Auf der anderen Seite erlebt Paul die Wut und gar Bestrafung der Mutter, und eine Angst stellt sich ein, dass er nicht mehr geliebt und geschützt wird, wenn er sich der Regel nicht vorbehaltlos "unterwirft".

 

Hier tritt die Transaktionsanalyse ein, die nun zeigt, in welche Anteile sich das freie Kind spaltet: Das (den Forderungen der Eltern) angepasste Kind, und das Rebellenkind, welches seine Autonomie erhalten möchte.

 

Nun hört die Entwicklung jedoch nicht damit auf. So kann es sehr wohl sein, dass Eltern eine Abstraktion an ihre Seite nehmen, dessen Aspekte gar nicht mehr vom Kind kontrolliert werden können.

Hat das Paul also bisher gelernt, dass es immer eine Konsequenz jeglicher Art gibt (sei es vom Herd oder von den Eltern), sobald ein Elternteil dabei ist, sieht die Sache anders aus, wenn die Eltern zu weiteren "Erziehungsmassnahmen" greifen.

 

Beispiel: Die Mutter erklärt nun Paul, dass der Weihnachtsmann ihm keine Geschenke bringt, wenn er nicht "lieb" sei. An erster Stelle sei gesagt, dass Paul mit grosser Wahrscheinlichkeit kein Idiot ist, er mit grosser Wahrscheinlichkeit recht schnell erkennt, dass die Weihnachtsmänner, denen er begegnet, verkleidete "normale" Menschen sind. Sollte dies nicht der Fall sein, wird irgendwann der Tag kommen, an welchem man ihm erklärt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, und dass die Eltern ihn belogen haben. Auch weitere Geschichten, die immer wieder eingesetzt werden, um das Kind auf abstrakter Weise zu erziehen, wie Märchen (geh nicht alleine in den Wald, sonst frisst dich der Wolf), Gott, Karma usw, können nicht in irgendeiner Weise von Paul kontrolliert werden.

 

Paul wird demnach eine tertiäre Konsequenz erleben, die sozusagen "leer" bleibt, bzw nur von abstrakten Geschichten genährt sind, die oftmals so vage wie möglich bleiben, damit Paul sie mit seinen eigenen Schreckensideen füllen kann.

 

Er bleibt also unbewusst gefangen in dem Konflikt, nicht sicher sein zu können ob er den Eltern vertrauen kann, ohne dagegen rebellieren zu können aus Angst die Sicherheit zu verlieren, die sie ihm anbieten oder gar aus Angst vor einer Strafe, die nur deswegen Ängste auslöst, weil er sie sich - im Gegensatz der konkreten Schmerzen einer verbrannten Hand - eben nicht wirk-lich vorstellen kann.

 

So einfach dies auch klingen mag, dieser Initialkonflikt ist die Basis jeder Situation, die wir späterhin als Problem definieren.

Um zum ersten Beispiel mit der Arbeit zurückzukehren:

Das Dilemma in welcher die Person sich befindet ist der Konflikt zwischen dem inneren angepassten Kind, das die Sicherheit der festen Stelle nicht verlassen will und dem Rebellenkind das die eigene Erfahrung machen möchte, ob es woanders nicht besser ist.

 

Kurz ausgedrückt, bleibt eine einzige Frage zu solchen Situationen:

 

Bringe ich meine Sicherheit wirklich in Gefahr, wenn ich so handele, wie ich es gerne möchte?

 

 

Nun kann man natürlich fragen, woran es liegt, dass wir so seltenst aus diesem Konflikt aussteigen bzw uns dann eher auf die Sicherheit 'verlassen' als verantwortlich zu handeln.

 

Dies werde ich in einem weiteren Text erklären, der sich auf die Grundformen der Angst von Fritz Riemann basiert und weiter erläutert, warum in unserer Gesellschaft das angepasste Kind eine so grosse Macht hat, und welche Konsequenzen dies auf Dauer haben wird.

 

 

 

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Vereintes Europa

Veröffentlicht am 30. April 2017 von Shade in Deutsch

Heute hat es mal wieder ein Video auf meine FB-Seite geschafft, das mich an einen alten Graffiti-Spruch erinnert hat: Mit leerem Kopf nickt es sich leichter.

Wenn ich hin und wieder höre, wie Leute Pseudo-Argumente aussprechen und dann miterlebe, wie die Mitmenschen mit diesem scheinbar 'wissenden' Ausdruck im Gesicht, die Unterlippe leicht vorgeschoben, sehr "weise" vor sich hinnicken, haben ich Lust, diese Menschen in einen Kurs über Mimik-lesen zu schicken. Leute: Es sieht nicht weise aus. Es zeigt, was in eurem Innern abläuft und sagt ganz deutlich "ich hab keine Peilung".

 

Doch worum ging es heute?

Die beiden heissen Themen, die ja Medien überschwemmen und von der Menschheit aufgesaugt werden als wäre es die absolute Wahrheit heissen "Amerika" und "Europa". Besonders das "vereinigte Europa" wird dabei immer wieder hochgehoben und als grosse Rettung angesehen und ich möchte kurz andeuten, dass ein Ertrinkender sich auch an eine Giftschlange klammert.

 

Ein Blick auf Amerika und den heutigen Präsidenten Trump und es wird erwähnt, wie schrecklich das ist. Dass es sich dabei um die VEREINIGTEN STAATEN von Amerika ... man bemerke die Ähnlichkeoit zu "VEREINTES EUROPA" ... handelt, das zu diesen Konsequenzen geführt hat, scheint dabei komplett ausser Acht gelassen zu werden.

 

In der NLP hat man uns gelehrt, dass wenn etwas nicht funktioniert, man etwas anderes tun sollte. Amerika zu vereinen, hat nicht funktioniert. Warum kann jetzt irgendjemand so bescheuert sein zu glauben, dass es funktionieren wird, Europa zu vereinen... mit Blick darauf, dass die "Amerikaner", die da etwas vereinen wollten, ursprünglich auch Europäer waren!

 

Ich möchte das Thema dieser Vereinigungen allerdings noch weitertragen. Wenn England davon spricht, "englisch" zu bleiben (um es jetzt mal auf den Punkt zu bringen), schlägt die Hälfte der Europäer die Hände über dem Kopf zusammen. Es wird gegen die Grenzen gewettert und gekämpft, und es wird sich auf Zeiten berufen, als man noch an den Grenzen kontrolliert wurden. Heutige Generationen wüssten gar nicht mehr was das bedeutet ... und dass der werte Herr im Video gar nicht wirklich aussagt, was das denn nun bedeutet, und sein Argument gar nicht bis zu Ende argumentiert, merkt übrigens NIEMAND!

 

Was aber bedeutet das Thema "Grenzen", bzw. "Auflösung der Grenzen" wirklich, auf ganzheitlicher Ebene?

 

Der eine oder andere mag verstehen, wie sehr dies mit der Identität zusammenhängt, und auch wenn einige dies gerne lapidar beiseite wischen, scheint sich kaum jemand bewusst zu sein, was dies auf Dauer mit dem Menschen selbst und somit mit der Menschheit tun wird.

Heutzutage plädieren viele im Öffentlichen dafür (im privaten sieht es ganz anders aus, wie Umfragen sehr deutlich beweisen), dass es darum geht, sich als Europäer zu fühlen. Es wird darauf hingedeutet, dass wir in dieser Gemeinschaft "grösser" und deswegen "stärker" sind. Ich möchte darauf hinweisen, dass dieses Denkverhalten von den Höhlenmenschen stammt! Es handelt sich hier um eine uralte Angst, alleine in grösserer Gefahr zu sein, weswegen auch der Höhlenmensch irgendwann zum Schluss kam, dass er in einer Gruppe weniger Gefahr lief, vom Säbelzahntiger gefuttert zu werden als wenn er die alleinige Beute war. Dieser Angst wird heute das Schleifchen "der Mensch ist ein soziales Wesen" umgebunden und so wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Quantität besser ist als Qualität. Nur vereinzelte intelligente Menschen haben (oftmals auf die harte Tour) lernen müssen, dass dies ein Fehldenken ist.

 

So wird als Europa nie stark sein, wenn wir uns assimilieren (um mal das Borg-Wort von Star Trek zu nutzen), sondern nur, wenn jedes Land seiner Identität auch seine Kräfte und Fähigkeiten entnehmen kann, die es ausmacht, so dass jedes Land seinen Anteil einbringen kann. Dabei sind Grenzen absolut und überaus wichtig, wenn sie denn richtig verstanden werden. Es geht dabei nicht darum, sich abzuschotten und abzugrenzen, sondern sich seiner Grenzen bewusst zu werden, und dadurch den anderen RESPEKTIEREN zu lernen.

 

Was also unser "vereintes" Europa zeigt, spiegelt sich in unserer Gesellschaft bei dem Grossteil der Menschen ab. Kaum jemand kennt seine eigenen Grenzen, kaum einer respektiert den anderen. Ich erlebe regelmässig, wie Leute über die Köpfe ihrer Mitmenschen hinweg entscheiden indem sie das Wörtchen "Wir" einsetzen, obwohl sie nach "Ich und deswegen haben die anderen auch so zu denken" funktionieren und vor sich hinleben.

 

Dabei regt sich darüber hinaus ein Grossteil darüber auf, dass niemand mehr Verantwortung übernimmt um im Gleichen Atemzug die eigene Verantwortung mit den Worten "ich kann doch alleine da nichts tun" auf Politiker und Co abzugeben... welche dann wieder als unfähig bewertet werden.

 

Wie krank ist das denn?

Wir "müssen" uns in ein vereinigtes Europa, das von Unfähigen regiert und kontrolliert werden, einpassen? Wir dürfen keine Verantwortung übernehmen, obwohl es gleichzeitig verlangt wird. Wir sollen mitmachen, obwohl wir gar nicht mehr wissen können wer "wir" (oder ich) sind, um zu wissen, als wen wir da mitmachen könnten. Uns wird das eigentständige Denken verboten und gleichzeitig abverlangt, solange das eigenständige Denken in die Richtung der Masse geht.

 

Und all dies unter dem Deckmäntelchen eines vereinigten Europas, das durch seine Vereinigung stark sein soll... obwohl wir doch - wenn wir mal wirklich hinschauen würden - am Beispiel Amerika erkennen können, wohin das führt???

 

Und was tut das mit dem Menschen? Lasst mich mal etwas prophezeihen.

 

Wissend, dass sich die Psyche auf den Körper auswirkt...

Wissend, dass wir keine eigene Grenze mehr haben dürfen...

wird sich das weiterhin auf unsere Zellen auswirken.

 

Zellen, die keine Grenzen kennen, nennt man Krebszellen!

 

Krebs wird sich weiter ausbreiten. Da dies schleichend kommt, wird wohl kaum jemand die Verbindung zwischen unserem unsinnigen Gruppendenken und der Krankheit machen. Und wen interessiert es denn überhaupt. Solange der Mensch selbst seinen Sinn in der Krankheit erkennen will (man siehe sich einiges an FB Posts an, wie sehr Krebs inzwischen gefeiert wird!) und die Pharmaindustrie sich weiterhin ein goldenes Näschen daran verdienen wird, gibt es für den Grossteil der Menschen keinen Grund, abzubremsen und mal ANDERS zu denken.

 

Ich weiss nur, dass diese ungesunden, angsterfüllten Gedanken, die mit hübschen Schleifchen verschönert werden und die sich kaum jemand mehr in aller Ehrlichkeit anschaut (und sich selbst dabei gleich mit), sich auf allen Ebenen zeigen wird, und ich kann nur hoffen, dass der Mensch sich auf diese Weise irgendwann von innen nach aussen, selbst vernichtet.

 

Um die Natur mache ich mir dabei keine Sorgen. Erstens hat sie Schlimmeres überlebt, und wenn der Gedankengang der Krankheit mit der Menschheit bis verschwunden ist, wird die Natur das tun, was sie immer tut: Weiterleben!

 

 

Link zum Video: https://www.facebook.com/ndrtalkshow/videos/1395373160509511/

und hört mal bitte ganz genau hin!

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Das Ego ist tot...

Veröffentlicht am 3. Februar 2017 von Shade in Deutsch

... hoch lebe das Ego

 

 

Wer meinen Werdegang und meine Überlegungen kennt, weiss bestimmt inzwischen, dass ich dem Kampf gegen das Ego mehr als bloss kritisch gegenüber stehe. Allerdings habe ich mich gerade entschieden, mich mit Popcorn und Cola ... und mit Ego... in meine Kuschelecke zu setzen und mir den Film, der gerade bei etlichen Leuten abläuft, in aller Gemütsruhe anzuschauen. Mir scheint, der Titel heisst "Das Ego ist tot, hoch lebe das Ego" und ich habe inzwischen das Gefühl, als sei hier auch mehr als eine Fortsetzung geplant.

 

Man möge mir meinen schrägen Humor verzeihen, und wem das nicht gelingt, den bitte ich, ganz still und leise meinen mentalen Kinosaal zu verlassen und sich andersweitig zu begnügen. Für die anderen ist bestimmt Platz genug, sich mitsamt Ego niederzulassen und sich das Schauspiel mit mir gemeinsam anzuschauen.

 

Diejenigen, die meine bisherigen Gedanken noch nicht kennen, lade ich nun ein, meine erste Erklärung wie das Vorspann von Star Wars vorzustellen (bitte mit Musik)

 

 

Vor langer Zeit,

in einer sehr nahen Galaxie...

nämlich der unseren... und noch näher,

in unseren Breitengraden und Gefilden, in unserer Gesellschaft...

 

Etliche Leute,

die sich auf den esoterischen

oder gar spirituellen Weg begeben haben,

sind zum Schluss gekommen, dass es ein unumstössliches

Gesetz ist, das Imperium des Egos zu bekämpfen und zu vernichten.

 

Das Ego ist für einige die Angst,

die in ihnen spricht und darf nicht erhört werden.

Für andere ist es der Inbegriff dessen, dass man nur an sich

denkt und gemäss nach-mir-die-Sintflut alle anderen übergeht und vergisst.

Weitere erkennen darin ihren Zorn und ihre Wut, ihre Unzufriedenheit

und den Drang, dass sich die ganze Welt um sie drehen müsste.

Und auch einige halten es für das Böse in Person.

 

Ihr Ziel ist es,

das Ego zu bekämpfen und selbstlos

und spirituell für andere da zu sein, um diese

auf den einzigen wahren Weg der Liebe und des Lichtes zu führen,

vollkommenes, pures Licht, rein göttlich, so wie auch die selbstlose Liebe sein muss.

 

Vom Dunklen Pfad du abkehren musst,

das Dunkle keine Macht über dich haben darf,

nur licht-und-liebevoll du sein darfst!

 

 

Warum diese Inzenierung dem einen oder anderen vielleicht etwas übertrieben vorkommen kann, liegt dabei leider einzig und alleine darin, dass kaum jemand von der "überspirituellen" Fraktion das winzige Etwas mit an Bord hat, das soviele Situationen im Leben retten kann: Humor!

 

Ich habe zwei Neuigkeiten für jene, die es noch nicht gemerkt haben sollten:

 

Erstens:

Das Leben ist kein Star Wars Film.

 

Und zweitens:

Philippe Néricault, Schauspieler und Autor (1680-1754), einigen vielleicht besser bekannt unter dem Namen Destouches, hat es auf den Punkt gebracht

 

Das Natürliche du verjagst,

im Galopp es zurückkommen wird

... alsoooo frei übersetzt ;)

 

Die meisten dieser spirituellen Leuchten sind nämlich so sehr damit beschäftig, vor sich hin zu glühen, dass sie den Fehler in ihrem Denken nicht mehr erkennen können.

 

Das, was sie so negativ als Ego bezeichnen, hat nämlich längst den Weg durch's Hintertürchen genommen und es sich in ihrem Inneren gemütlich gemacht... bzw... ich persönlich hege ja den Gedanken, dass es nie wirklich weg war.

 

 

Im Laufe meiner spirituellen Laufbahn bin ich regelmässig in Kontakt mit Menschen geraten, die von sich behaupteten, dass auch sie spirituell wären, wie wichtig ihnen dieser "seelische" Aspekt sei und dass Werte wie Altruismus an oberster Stelle bei ihnen stünden. Das Materielle wurde gerade noch akzeptiert, weil man es ja für das Leben hier braucht, doch wer sich Zeit für sich nahm und nicht bei jedem Fingerschnippen den anderen zur Verfügung stand, war "egoistisch" und so gar nicht spirituell. Bitte versteht mich recht, auch ich dachte eine zeitlang ähnlich, doch nachdem ich erlebte, wie ich mit dieser Technik mit 300 kmh gegen eine Wand fuhr, wurde ich endlich ausreichend wach, um mir das Ganze zu überdenken. Heute kann ich mit einem kleinen Schmunzeln erkennen, dass ich verstehe, warum Altruismus bei jenen Menschen so hoch steht: Das ist das spirituelle Äquivalent für Kleingeister, die nicht ans oberste Regal kommen.

 

Das Ego gehört zu unserer Natur, es macht uns aus, und wenn wir nicht lernen, es zu verstehen, darauf zu achten, es zu nähren, kann es nicht zufrieden sein, um sich mit anderen auszutauschen und ein soziales Leben zu führen. Dabei bitte ich - wie immer - auf das gesunde Mass zu achten. Es gilt nicht, das Ego zu überfüttern, doch sollte man es auch nicht verhungern lassen.

 

Da fällt mir doch glatt eine Reklame ein: Du bist nicht du, wenn du hungrig bist.

 

Und ja, je mehr man das Ego verhungern lässt, umso öfter steht es in der dunklen Nacht auf, schleicht zum mentalen und emotionalen Kühlschrank und futtert sich voll, bis es platzt.

 

Das Interessante daran ist, dass es den meisten auf diesem Weg gar nicht auffällt, wie sehr sie selbst auf das Licht im Kühlschrank starren und es für Gott in Person halten.

 

Unter welchen Deckmäntelchen sich dabei diese göttliche Komödie zeigt, ist für jene nur allzugut zu erkennen, die wirklich darauf achten, ein gesundes Mass an Bescheidenheit, Mitgefühl und Humor in ihr Leben einzubringen.

 

Die anderen merken dabei nicht einmal, dass sie genau denselben Klassen- und Konkurrenzkampf wie die Nachbarn mit ihren Autos führen, wenn sie sich gegenseitig die Karten

Meine Aura !

Mein Krafttier !

Mein Engel !

zuspielen...

 

Um zu zeigen, wie extrem diese Megalomanie inzwischen in diesen Menschen wuchert wie ein spirituelles Krebsgeschwür, zeigen dann solche Anekdoten, von denen ich einfach mal zwei mit euch teilen möchte.

 

So erzählt eine Frau über ihren Partner und dessen Eltern (Leute, die man weder kennengelernt hat und deren Version man nicht erfahren wird), erklärt, dass die Mutter eine böse Person sei, die ihren Freund manipulieren würde, sich von ihm fernzuhalten. Und gleichzeitig will sie alles dransetzen, eben diesen Partner, den sie doch so liebt, an sich zu binden.

Wer in diesen Augenblick nur den bescheidenen Ansatz mit einbringt, man kenne nur eine Seite der Geschichte und nicht die beiden anderen (die des Partners und der Mutter), dem wird erklärt, dass der gesunde Menschenverstand doch diese Lücken problemlos füllen kann und ein komplett wahrheitsgemässes Bild daraus machen wird.

 

Und als eine andere Frau sich mit meiner Hilfe von der Erziehung ihrer Mutter löste, welche daraufhin meinte, ich habe einen schlechten Einfluss auf ihre Tochter, wurde mir aus gleicher Sparte erklärt, die Sicht der Mutter sei NUR als falsch zu beurteilen. Deren Erfahrungen und Empfindungen interessieren die liebevollen spirituellen Wesen mit ihrem gleissenden Flutlicht in keinster Weise: Es ist falsch und die Frau ist falsch und Punkt.

 

Nach dieser Begebenheit ist auch mir ein Licht aufgegangen: Dieser spiritueller Weg führt dazu, dass diese Menschen effektiv glauben, sich ihres Egos entledigt zu haben. Sie sind inzwischen der absoluten Meinung, dass dadurch, dass sie - weil sie kein Ego mehr haben - auch kein Ego mehr da sein kann welches eine Meinung haben kann (merkt es jemand, na?). Demnach ist ihre "logische" Schlussfolgerung dass es sich bei ihrem Urteil und ihrer Bewertung nur um die unumstössliche absolute Wahrheit handeln kann.

 

Wer also nun richtig hinschaut, wird erkennen, dass das Ego immer dabei war, nur wohl versteckt und verkleidet, so wie ein Schauspieler, der seine Rolle mit vollem Herzen spielt und dabei tut, was er zu tun hat: Da sein und seine Rolle spielen.

 

Und während die spirituellen Wesen ihren Heiligenschein putzen bis er leuchtet wie ein Flutlicht in einer Fussballarena, das alle verblendet, und sie ihre Vordertür mit einem zufriedenen Seufzer schliessen, so als hätten sie gerade den Staubsaugervertreter erfolgreich hinauskomplimentiert...

 

... hat das Ego den Kühlschrank leergeräumt und sitzt mit Kaffee und Kuchen bei hyygeligem Licht und schaut sich die Fortsetzung des Filmes an: Die Rückkehr der Ego-Ritter ;)

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Conflit initial

Veröffentlicht am 5. Juli 2016 von Shade in Français

 

J'ai pu constater que la plupart des problèmes que les gens vivent dans leur vie (et je n'en suis pas exclue) ne sont que la "couche" qui se montre dans l'extérieur. En PNL, où un outil s'appelle S.C.O.R.E, le "S" signifie le symptôme, donc le vécu extérieur, et le "C" nous emmène à la raison de ce problème. Le résultat d'un travail avec cet outil est entre autre de comprendre que la vraie raison du problème est un conflit intérieur, un dilemme qui nous fait considérer une situation étant un tel problème.

 

 

 

J'aimerais quand même clarifier que cela ne veut en aucun cas dire qu'il n'y a pas de problème du tout. Si on a un patron désagréable, ceci peut très bien être le cas sur un plan "objectif". Néanmoins il se peut que le travail avec S.C.O.R.E. nous fait comprendre ou bien qu'il ne l'est que subjectivement parce que son comportement stimule quelque chose en nous, ou bien que c'est plutôt la situation avec le patron qui devient insupportable, parce qu'on se trouve par exemple dans le dilemme entre chercher un autre travail pour avoir une situation meilleure et la peur de ne pas en trouver et de vouloir rester parce qu'on a un contrat et donc une certaine sécurité.

 

 

 

Ceci n'est qu'un exemple, mais beaucoup de situations ont une image assez similaire à ce "problème" et donc ce "conflit intérieur". A un instant je me posais la question si tous ces problèmes similaires avaient peut-être une raison, un conflit aussi similaire. Je trouvais une explication à ce point de vue dans l'analyse transactionnelle d'Eric Berne.

 

 

 

Pour mieux la comprendre, je vais développer le sujet, mais vous mettant en garde que cette analyse n'est pas statique et qu'on "est" qu'une seule de ces personnalités, mais qu'au fait, ces parts de personnalités fonctionnent en nous (Isabelle Padovani parle de l'eneis au lieu de l'ego), sont en interaction ou en conflit. Mais je vais commencer au début.

 

 

 

L'analyse transactionnelle explique les différentes parts de personnalité (les états du moi) qui se développent en nous, pendant que nous grandissons et faisons nos expériences. Bien que les expériences changent de personne en personne, on peut reconnaître un cadre, qui reste plus ou moins le même pour chacun. Et tout comme un programmateur de logiciel peut utiliser le même système de programmation et l'un en crée un logiciel de texte et l'autre un jeu, nos façons de vivre cette "programmation" ou "éducation" restera individuelle.

 

 

 

Je vais juste énumérer les 6 aspects de ces personnalités intérieurs de manière courte, les intéressés peuvent trouver des informations sous le nom d'Eric Berne, qui a élaborée la théorie d'analyse transactionnelle ou sous le nom de "Etats de moi".

 

 

 

En nous, il y a donc 6 aspects qui sont en interaction:

 

 

 

Le Parent critique: Il porte ses valeurs et décide de ce qui est sain ou non pour nous. Dans le cas déséquilibré, il décide pour les autres et critique les autres.

 

 

 

Le parent nourricier: Il décide de quoi on a besoin. Dans le cas déséquilibré, il croit que les autres ont besoin de ses soins, son aide, et peut même les rabaisser afin de leur porter "secours".

 

 

 

L'enfant libre: La partie en nous qui prend plaisir à faire ce qu'il fait, sans jugement, avec une grande curiosité et une grande concentration. Dans le cas déséquilibré, il s'effacera, laissant la place aux autres enfants ou aux parents.

 

 

 

L'enfant rebelle: Il va contre les valeurs qui lui sont octroyés, il veut faire ses propres expériences. Dans le cas déséquilibré, il trouve que chaque valeur ne peut être que fausse, et se sent visé par chaque opinion.

 

 

 

L'enfant soumis: Il respecte les valeurs des autres et les accepte comme un moyen de rester en communication avec ces autres afin de garantir une sécurité nécessaire dans notre monde. Dans le cas déséquilibré, il va toujours se soumettre aux demandes des autres par peur de ne plus être accepté et donc ne plus être protégé.

 

 

 

L'adulte: Il essaie de voir les situations d'une manière aussi neutre que possible, pour donner de la place aux décisions des "Moi parents" ainsi que de laisser vivre les émotions des "Moi enfants" (spécialement l'enfant libre). Il s'accepte soi-même et sait donc reconnaître ses limites afin de respecter les autres personnes comme individus de la même "valeur". C'est aussi la part en nous, qui est le médiateur entre les autres personnalités comme il saura comprendre le besoin de chacun entre eux. Dans le cas déséquilibré, l'adulte n'a pas pu se développer (à l'aide de l'enfant rebelle) et n'existe donc pas comme ancrage pour un équilibre sain. S'il manque, l'enfant libre n'aura pas de place non plus.

 

 

 

Je répète: Ceci est un cadre qui aide à mieux comprendre ce qui se passe dans notre intérieur, et le développement de ces personnalités intérieurs pendant notre enfance peut expliquer la raison pour laquelle nous considérons une situation comme "problème".

 

 

 

 

 

Comment se développe le conflit initial?

 

 

 

Sur base de l'analyse transactionnelle je vais essayer d'expliquer ce développement que nous vivons pendant notre enfance et notre adolescence...

 

 

 

Etant enfant, on a au début que l'enfant libre. On fait nos expériences dans la vie, sans aucun jugement du tout. Au début, il n'y a aucune raison pour créer des jugements quelconques: On apprend à connaître nos pieds, nos mains, le visage de nos parents, donc il n'y a rien où un jugement en lui-même serait utile.

 

 

 

On grandit et apprend à connaître notre entourage. Là il se peut qu'il y ait des premiers "dangers". A cet instant, ce sont normalement les parents qui nous mettent en garde.

 

 

 

Exemple: Lucien veut toucher au four, et la mère le prévient que le four est chaud et il va se brûler la main et se faire mal. Il va sûrement toucher le four, et il va se brûler la main.

 

 

 

Dans ce cas, il fait l'expérience d'une conséquence primaire.

 

 

 

Lucien apprend donc à faire confiance à ses parents (dans l'exemple: à sa mère). De telles situations vont se répéter...

 

Ne pas tirer le chat par la queue, il va te griffer

 

Etc...

 

 

 

Un jour, il y aura une situation dont la conséquence ne viendra pas de l'expérience elle-même.

 

 

 

Exemple: Lucien a reçu des biscuits et commence à les manger. Sa mère lui dit de partager avec sa petite sœur et de ne pas les manger tout seul. "Ne sois pas égoïste!". Comme Lucien a appris qu'il peut faire confiance à sa mère, il va donner des biscuits à sa sœur. Néanmoins, cette fois-ci il y a une différence. Si avant il pouvait contrôler l'information "brûler" en tant qu'un "ça fait mal" très concret, cette fois-ci l'information "égoïste" est abstrait, et ne peut pas être gérée de la même façon. Au fait, Lucien ne sait pas comment vraiment la gérer.

 

 

 

Un jour, Lucien se retrouve sur une aire de jeu et voit un autre garçon qui reçoit des biscuits et les mange tout seul sans les partager avec quiconque (peut-être la mère en a aussi donné à ses frères ou sœurs, peut-être que le garçon est fils unique). Comme Lucien ne voit pas de conséquences, le doute s'installe. La prochaine fois, il se peut qu'il ne partage plus avec sa sœur... et cela va être sa mère qui va se fâcher et le punir.

 

 

 

Dans ce cas, Lucien fait l'expérience d'une conséquence secondaire.

 

 

 

C'est dans un tel cas, que le dilemme s'installe.

 

D'un côté, Lucien veut que ses parents l'aiment et le protègent et il va se soumettre au vœu de la mère. De l'autre côté Lucien aimerait faire ses propres expériences pour être sûr des conséquences.

 

 

 

Et l'enfant libre de l'analyse transactionnelle se divise en "enfant soumis (au vœux de ses parents)" et en "enfant rebelle" qui veut garder son autonomie.

 

 

 

Tout cela peut même prendre une grandeur encore plus vaste.

 

 

 

Car il se peut que les parents prennent un personnage à leur côté dont les aspects ne pourraient pas être contrôlés du tout par l'enfant.

 

 

 

Exemple: La mère explique à Lucien que, s'il n'est pas sage, le Père Noel ne lui apporterait pas de cadeaux. Déjà que Lucien est un enfant mais pas un idiot, les chances qu'il reconnaît que le(s) Père(s) Noel qu'il rencontre sont des personnes normales déguisées, à un instant, on lui apprendra que le Père Noel n'existe pas et le garçon aura la preuve que les parents lui ont menti. Aussi les histoires sur Dieu ou le Karma (etc.) qui ne pourront pas être contrôlées vont dans la même direction.

 

 

 

Il vivra une sorte de conséquence tertiaire, restant vide.

 

Il restera donc inconsciemment prisonnier du conflit de ne pas être sûr de pouvoir faire confiance à ses parents, mais n'osant pas rebeller de peur de perdre la sécurité qu'ils lui donnent.

 

 

 

 

 

Aussi simple que cela sonne, ce conflit initial est la base de chaque situation que nous considérons être un problème. A chaque fois, les valeurs "autonomie" et "sécurité" entrent en conflit.

 

 

 

On pourrait se baser sur une seule question:

 

 

 

Est-ce que je mets ma sécurité en danger si j'agis comme j'aimerai le faire?

 

 

 

 

 

Y a-t-il une sortie de ce conflit?

 

 

 

Oui, le conflit initial se laisse guérir ou on peut au moins apprendre à le gérer. Dans un prochain texte, je vais expliquer les étapes nécessaires afin que l'enfant soumis et l'enfant rebelle retrouvent un terrain d'entente et l'enfant libre puisse à nouveau faire ses expériences hors des jugements et valeurs abstraits de nos parents ou de notre société.

 

 

 

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La conséquence logique du matérialisme

Veröffentlicht am 1. Juli 2016 von Shade in Français

Combien de fois j'ai pu lire des débats... ou devrais-je dire, des combats ... des spirituels par rapport à l'idée que le matérialisme est bel et bien la pire des choses existant sur ce "bas monde", et qu'il faut s'en défaire si on veut entamer le chemin de l'éveil. A ce point, je ne veux même pas discuter de cet acharnement d'une chose appelée "éveil", qui va logiquement s'avérer comme cul de sac. Le point important à mes yeux et cette façon de juger le matérialisme sans avoir compris comment il a pu se développer.

 

 

 

Comme le dit André Malraux: Juger, c’est évidemment ne pas comprendre, puisque, si l’on comprenait, on ne pourrait plus juger.

 

 

 

Donc, au lieu de juger le matérialisme, de vouloir le combattre - en s'en plaignant sur l'internet avec un ordinateur ... quelle ironie... j'aimerais vous inviter à comprendre la raison du développement d'un matérialisme tel que nous le connaissons aujourd'hui.

 

 

 

Comme je l'ai déjà expliqué dans mon texte sur l'enracinement et le dysfonctionnement du chakra racine (Voir sur mon blog), dans nos régions on a été déraciné culturellement, et on en vit toujours les conséquences. Et ce manque d'un ancrage sain fait qu'à la plupart des gens, il manque un 'juste' milieu pour avoir une vie équilibrée entre le matériel et donc la vie "terrestre" et le spirituel, nous faisant reconnaître la connexion avec le "Tout".

 

 

 

A cet instant, j'ouvre une petite accolade: je parle du "Tout" et non d'un "Dieu", car l'idée d'un dieu unique n'existe que depuis +/- 2000 ans, notre histoire et l'idée du panthéisme est beaucoup plus âgé et a de racines qui montent jusque dans notre conscient collectif, même s'il est nié par grand nombre de gens qui croient que l'éveil ne peut se faire qu'à base d'une religion monothéiste ou doit être importé des pays de l'extrême Orient.

 

 

 

En ce qui concerne nos vraies racines (notre ADN même), nos propres sagesses sont assez souvent niées. J'ai même déjà eu le droit au discours que nos réelles racines viennent des étoiles, juste afin que les gens n'ont pas besoin de se confronter au réel problème!

 

 

 

Donc, revenons au sujet de mon texte.

 

 

 

Comme la plupart des "spirituels" font le tri entre le monde matériel et le spirituel, il n'y a pas de réel enracinement qui se fait. Même les méditations et visualisations visant à s'enraciner, sont beaucoup trop mental et pas assez corporel pour nous lier correctement à notre nature même, qui est la vie, ici et maintenant, sur terre!

 

 

 

Or, notre subconscient, bien lié au tout, ne faisant aucune distinction entre la vie matérielle et la vie spirituelle, et donc capable de chercher une possibilité d'équilibrer le manque de "matériel" dans une croyance "spirituelle", fera le nécessaire dans l'ensemble du tout pour garder un bon milieu. Et donc, dans le collectif d'une société, il se crée du matérialisme pour équilibrer le surplus de gens qui vont à la chasse d'un éveil spirituel.

 

 

 

La logique universelle même se montre dans ce cheminement: Le plus il y aura de gens qui s'acharnent à vouloir combattre ce matérialisme comme Don Quichote combattait les moulins à vent, le plus le matérialisme sera créé. Ceci s'explique de trois façons:

 

 

 

Premièrement, un regard vers le principe universel de la polarité (et NON la dualité), devrait suffire pour comprendre ce qui se passe: Le plus on va dans la direction d'un extrême de la polarité, le plus on revient à l'autre extrême. C'est un peu comme si on partait en voyage, allant vers l'Est, il n'est que logique qu'on ressortirait à l'Ouest. Même le Taiji, l'explication réelle du symbole Yin-Yang et non la "mutation" dualistique des gens de l'occident, explique une telle logique.

 

 

 

La deuxième explication se trouve dans le fait que l'Univers garde toujours un équilibre. Donc le plus en essaie de créer une soi-disant spiritualité, le plus l'Univers doit créer du matériel pour garder cet équilibre. Aussi le deuxième poème du Tao Te King pourra expliquer plus profondément cet aspect.

 

 

 

Le troisième point est le plus 'perfide' à mes yeux. Il s'appelle: NE pense PAS à un crocodile rose. Le plus on essaie de ne pas y penser, le plus clair l'image devient. Donc le plus on se concentre sur cette chose dit "matérialisme" pour le combattre, le plus on lui donne de l'énergie et le plus il existe afin qu'il puisse être combattu. Beaucoup de gens connaissent cette explication sous le nom de "loi de l'attraction", mais néanmoins, beaucoup de spirituels croient réellement que leurs subconscient, (ou - en utilisant le mot de C.G. Jung: leur OMBRE) n'a aucun pouvoir par rapport à cette loi. Donc, le plus on NE veut PAS quelque chose, le plus on le crée. Un regard sur notre cerveau qui ne tient pas compte des mots "ne pas" etc, nous pourrait faire comprendre le fonctionnement, si on n'est pas en train de vouloir ignorer le pouvoir de cette belle machine.

 

 

 

Au fait, le pire dans cette dernière explication est l'aspect psychologique du gain secondaire de certains "spirituels":

 

Imaginons que le matériel disparaissait...

 

Imaginons que ce combat s'arrêtait...

 

Imaginons que chacun aurait pris le chemin que ces gens considèrent être spirituel...

 

 

 

Que leur resterait-il à faire?

 

Il n'y aurait plus rien à combattre!

 

Il n'y aurait plus personne à "sauver"!

 

Et il n'y aurait plus rien avec quoi se comparer et ... bien sûr... se considérer comme mieux!

 

 

 

Et ceux et celles qui se fâchent par rapport à cette dernière provocation de ma part: Sachez... il n'y a que la vérité qui blesse!

 

 

 

Mais dans tout cela, y a-t-il une solution?

 

Est-ce que c'est un chemin dur et compliqué?

 

 

 

Pour la première question, je vous propose une citation de Brad Warner:

 

Tant que vous ne savez pas reconnaître le sacré dans le cadavre d'un renard crevé sur l'autoroute, ne cherchez même pas le sacré dans une bouddha sur son piédestal.

 

 

 

Dur? Compliqué?

 

Cela dépend. Je suis consciente que beaucoup devraient déjà avoir l'outil en main...

 

 

 

Lâchez prise ;)

 

 

 

Mais pas de la vie matérielle, mais de vos croyances vous ont emmenés dans ce cul de sac qui est devenu votre zone de confort dite spirituelle.

 

 

 

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Enracinement et chakra racine dysfonctionnel

Veröffentlicht am 27. Juni 2016 von Shade in Français

 

Dans le monde spirituel, je peux lire assez souvent des questions par rapport au sujet de l'enracinement. J'aimerai clarifier que je ne parle pas d'un "accrochage" à la vie matérielle ou d'un "trop de terre à terre", mais du fait que, pour une vie équilibrée, un contact sain avec notre corps, un regard sur la vie dite matérielle (qui inclut la nature qui est bien fait des mêmes atomes) est nécessaire.

 

 

 

Plus d'une fois, j'ai lu la question pourquoi beaucoup de gens ont tellement de mal à s'enraciner et donc, je vais essayer d'expliquer mon point de vue par rapport à ce problème, me basant entre autre sur les chakras (à lire: Chakras et Archétypes de Ambika Wauters) et, plus spécialement sur le chakra racine, avec un regard sur l'histoire de notre société, mais aussi sur la couleur rouge (couleur du chakra) et son approche dans notre vie quotidienne.

 

 

 

Le chakra "racine" s'explique déjà avec son nom lui-même, sur lui se base le lien de notre corps subtil avec le monde dans lequel nous vivons. A ce point je choisis de vous citer une première explication de ce chakra du livre "Chakras et Archétypes":

 

 

 

"A travers ce centre, nous pouvons manifester notre créativité sous une forme physique. Plus nous nous ancrons, plus nous avons la possibilité de traduire nos rêves en réalité et de devenir les individus que nous aimerions être. Quand nous perdons notre lien avec la terre, nous nous coupons de la source curative de la Grande Mère, l'esprit terrestre, et nous n'avons plus de base d'ancrage. Nous nous séparons de notre capacité à prendre tendrement soin de nous-mêmes, à nous nourrir et à nous offrir les agréments physiques nécessaires au maintien d'un niveau décent d'existence."

 

 

 

Personnellement, cette explication montre déjà la base d'un premier conflit pour divers gens qui se disent spirituels. Régulièrement je peux lire des commentaires concernant la vie matérielle de notre monde d'aujourd'hui, et régulièrement le vœu de se défaire de ce monde matériel se montre dans ces textes, portant la croyance que le but de l'évolution humaine est de s'élever au-dessus de ce monde qui porte les souffrances - ou même le 'mal' - en lui.

 

 

 

Je ne peux que répéter la citation de Brad Warner (à lire: Hardcore Zen):

 

 

 

"Tant que tu ne reconnaîtras pas le sacré dans le cadavre d'un renard crevé sur l'autoroute, tu n'as pas besoin de chercher le sacré dans une statuette de Bouddha sur son piédestal."

 

 

 

Donc, tant qu'une personne est persuadée que la vie matérielle n'est pas sacrée en elle-même, tant qu'une personne porte en elle la croyance qu'il faut se défaire de cette vie matérielle, elle sera dans l'incapacité de réellement s'enraciner de manière "neutre", donc sans jugement par rapport à ce monde. Elle entrera en conflit dans (ou avec?) son chakra racine, et ne sera pas en mesure de prendre soin d'elle-même.

 

 

 

A cet instant ma question en devient une toute autre: Comment cette croyance a-t-elle pu naître et se développer?

 

 

 

Pour moi, il y a plusieurs aspects qui jouent un rôle tout au long de notre histoire. Un des premiers points qui me semble importants est notre déracinement culturel.

 

 

 

Bien sûr on peut reconnaître un déracinement territorial pour certains groupes de populations (p.ex. les celtes/irlandais qui fuyaient en Amérique pour se sauver des poursuites religieuses, les déportations des peuples africains pour l'esclavage, les déportations des juifs, etc.), néanmoins je me suis toujours posé la question comment cela se faisait que les gens qui n'étaient ni déportés, ni en fuite, n'avaient pas d'ancrage naturel qui aurait dû leur être propre. Comme le principe de correspondance du Kybalion l'explique, il existe une harmonie, une entente et une correspondance entre les différents plans d'existence qui se déclinent aux niveaux physique, mental et spirituel. Donc, si un déracinement peut être possible sur le plan physique, il peut aussi l'être sur le plan mental et spirituel. Ceci est très important à mes yeux, comme un certain nombre de gens dits "spirituel" vivent dans la croyance qu'il est malsain de "nourrir son mental".

 

 

 

J'aimerai revenir sur la possibilité d'un déracinement spirituel. Dans nos régions, notre spiritualité se basait sur une multitude d'aspects qu'on ne retrouve plus dans notre vie (spirituelle comme physique) d'aujourd'hui. Un point assez important était la croyance non en UN dieu, mais dans tout un panthéon avec des divinités différentes qui trouvaient leur équivalent en nous-mêmes. J'ose donner une certaine crédibilité à nos ancêtres en laissant ouvert la possibilité qu'ils fussent bien plus évolués que certains aimeraient croire. Peut-être le principe de correspondance du Kybalion (qu'on retrouve aussi dans les 7 principes des Kahunas sous forme de MANA: Tout pouvoir vient de l'intérieur) ne leur était pas méconnu, et ils étaient conscient que le panthéon des dieux était en analogie avec leurs archétypes intérieurs (à s'informer sur les archétypes, l'éneis, l'analyse transactionnel d'Eric Berne, ainsi que l'IFS - système de famille intérieur).

 

 

 

L'histoire de notre monde et "humanité" nous montre que nos ancêtres ont été brutalement tirés hors de cette possibilité de croyance. La religion monothéiste (patriarcale) ne s'installait pas doucement, laissant aux Européens natifs le temps d'évoluer dans une telle direction (si possible ou nécessaire), mais ces croyances étaient imposées sous peine de mort et donc forcées dans notre être. Le déracinement spirituel prenait donc place.

 

 

 

Encore aujourd'hui les conséquences sont visibles dans notre société. L'égo est vu comme quelque chose d'imparfait ou même de "mal", la possibilité d'un égoïsme sain qui se baserait sur notre chakra racine, semble une impossibilité. L'idée d'un monde dualiste reste accroché dans les croyances d'un grand nombre de spirituels, et même le symbole du Taiji (nommé dans notre 'culture' Yin-Yang) est considéré comme image de cette dualité, où le noir porte toujours un peu de blanc etc., et non compris correctement comme aspect "trois-dimensionnel" de la polarité en mouvement, nous mettant en garde que le plus on s'acharne d'aller dans une direction, le plus on arrivera dans son contraire.

 

 

 

Bien qu'on nous fait comprendre que Jésus nous demandait d'aimer les autres comme nous aimons nous-mêmes, rares sont ceux qui sont conscient du fait que notre amour propre est en conflit avec soi-même sur différents aspects.

 

 

 

Comment s'aimer soi-même si au même instant une petite voix nous dit que c'est égotiste?

 

Comment prendre tendrement soin de nous même si on veut se défaire en même temps de cette individualité, de la "chose" qu'on appelle Ego?

 

 

 

Mais ma question est: Comment savoir qui on est, si inconsciemment on a un plus grand besoin d'appartenir à un groupe qu'on défend corps et âme, parce qu'on recherche la sécurité dans une correspondance (réelle ou idéelle - à s'informer sur les plans neurologiques de Dilts) au lieu de la vivre de l'intérieur vers l'extérieur. La raison de cette façon de penser et d'agir vient entre autre parce qu'on a oublié ses racines et la quête individuelle, qui se montre encore aujourd'hui dans les mythologies des panthéons (à lire: "Le héros aux mille et un visages" de Joseph Campbell). Cette quête de notre individualité nous renoue à nos racines et à notre identité pour savoir ainsi où se trouve notre place unique dans le monde et dans la société.

 

 

 

Il me reste encore à parler d'un exemple (il y en a encore d'autres) qui montre jusqu'où le conflit par rapport au chakra racine ainsi que sa liaison avec notre vie physique peut se développer. Tout au début, je parlais de la couleur rouge.

 

 

 

Bien sûr que dans la nature, cette couleur se montre aussi comme couleur de signal, mais ce "signal" peut être aussi bien "positif" (la frégate) que "négatif" (les grenouilles venimeux). Dans notre société néanmoins, la couleur se retrouve dans les extrêmes qui se basent assez souvent sur des idéologies abstraits et qui nous sont imposées de manière à focaliser sur le soi-disant négatif. Dans les écoles on trouve plus souvent des pédagogues montrant avec le stylo rouge nos erreurs et fautes que ceux qui nous donnent la possibilité de nous focaliser sur nos progrès. Dès notre plus jeune âge, la couleur rouge est donc ancrée comme quelque chose de "mal". De même les êtres spirituels dits "élevés" sont plus souvent dessinés en couleurs bleuâtres que rouges, le rouge se retrouvant chez l'image du diable. On semble oublier que la couleur qui nous fait vivre, la couleur du sang, est bel et bien rouge, tel notre chakra qui - utilisé d'une manière naturelle - nous apporte l'ancrage, l'amour de soi, la nourriture et même la tendresse nécessaire pour développer la paix intérieure qui se portera alors vers l'extérieur.

 

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