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Klimawahndel

22. August 2019, 18:16pm

Veröffentlicht von Shade

Greta, Elektroautos, streikende Schüler und meine Kaffeemaschine

   

 Das Thema Klima und Klimawandel ist ein wichtiges Thema. Auch ich bin der Meinung, dass es an der Zeit ist, nach Lösungen zu suchen, die nachhaltig wirken und den weiteren Generationen eine lebenswerte Zukunft ermöglichen. Doch ich schreibe diesen Text nicht, um wieder einen mahnenden Zeigefinger gen unserer Menschheit zu erheben, die sich scheinbar gedankenlos damit amüsiert, die Natur zu verschmutzen und zu zerstören.

 

Die Medien sind voll von Leuten die sich einsetzen und Lösungen die angeboten werden, und so scheint es, als würden uns kleine Häppchen hingeworfen, die uns auf der einen Seite ängstigen und auf der anderen Seite Hoffnung machen sollen. Für mich sieht es aus, als wären es Puzzlestücke und mancher krallt sich ein Stückchen und hält es für das Gesamtbild während andere eifrig versuchen, die verschiedenen Teile zu einem Bild zusammenzubauen.

 

Doch wer genau hinblickt wird erkennen, dass es so aussieht, als habe jemand aus verschiedenen Puzzles einzelne Teile herausgenommen und hingeworfen und dieser Jemand (oder diese Jemande) schauen nun amüsiert zu, wie die Menschen versuchen, ein ganzes Bild zu erschaffen.

 

Findet ihr das Theater um Greta Thunberg normal, ein Mädchen mit Asperger Syndrom, welches demnach definitiv andere Probleme hat als in einem solchen Mass der Öffentlichkeit ausgesetzt zu werden? Findet ihr es normal, dass die Aktivitäten, die um sie aufgebaut werden – denn Greta organisiert das nicht – zu mehr Umweltverschmutzung führen und dennoch als klimafördernd betrachtet werden? Findet ihr es normal, dass Menschen, die das Thema an sich kritisch betrachten gleich vorgeworfen wird, dass sie Greta hassen?

 

Greta ist nur Mittel zum Zweck! Und diejenigen die mit dem Flieger in Urlaub geflogen sind, liegen nun auf einem Strand und machen etwas gegen ihr schlechtes Gewissen indem sie das gesamte Gehabe um das Kind toll finden und Mitleid mit ihr heucheln. Wie ein luxemburgischer Anwalt meinte: Wenn es sich um einen gesunden Erwachsenen handeln würde, würde sich niemand dafür interessieren.

 

Doch nicht nur Greta wird zum Alltagsfutter der Medien. Die hochgelobten Elektro-Autos, die die ‚bösen‘ Benzin- und Dieselfahrzeuge ersetzen sollen, werden ebenso einseitig betrachtet wie jedes Umweltthema.

 

Auch hier hat mir ein Eintrag bei Facebook gefallen, welcher zeigte, dass nicht jeder zombiehaft schluckt was uns angeboten wird. Da bekommen wir jahrelang erklärt, wir sollen unsere stromfressenden Kühlschränke durch energiesparende Versionen ersetzen, doch Autos müssen nun elektrisch sein. Nur zur Information: Es handelt sich immer noch um denselben Strom, der – da wir zurzeit keine ausreichend wirksamen Stromerzeuger entwickelt haben (und ich bin mir sicher, dass in etlichen Schubladen Techniken liegen, die das ermöglichen!) immer noch aus umweltverpestenden Kohlewerken oder aus Atomkraftwerken stammen.

 

Auf den Irrsinn, Wald zu roden um Windmühlen aufzurichten, deren Konstruktion alleine schon Bedenken aufwerfen sollte im Hinblick des minimalen Stromerzeugnisses, möchte ich nicht auch noch eingehen.

 

Die Herstellung der Batterien dieser ‚grünen‘ Autos im fernen Ausland verpestet die Umwelt in einer Weise, die jeder Beschreibung spottet. Outsourcing der Umweltverschmutzung wird ohne mit der Wimper zu zucken legitimisiert, und um der Geschichte die Krone aufzusetzen, wird dann mit dem Finger auf jene Länder gezeigt, die uns Dreck und Drecksarbeit abnehmen, weil diese nun nicht umweltfreundlich arbeiten. Und sollte jemand es wagen, darauf hinzuweisen, dass noch niemand in den Medien das Problem des Recyclings dieser Teile angesprochen hat, wird auf dessen Auto hingewiesen, das mit Benzin oder Diesel fährt… und welches finanziell für den Normalbürger erschwinglich ist und auch die heutzutage oftmals weiten Strecken zur Arbeit und zurück überhaupt überbrücken können.

 

Lasst mich an dieser Stelle kurz auf die Luftverschmutzungen allgemein zurückkommen, sei dies in Ländern, die in keinster Weise dazu ausgestattet sind, nicht nur Autobatterien sondern auch sonstige Luxusgüter umweltfreundlich herzustellen, da der Preis sonst "zu teuer" für uns wäre oder in jenen Gebieten, in denen Waldbrände wüten (man informiere sich über Alaska und Amazonas). Wie sehr mir der Medienumgang mit diesen Themen inzwischen das Gefühl gibt, es gäbe eine Luftgrenze, bei der Luftverschmutzungen einfach Halt machen um uns in unserer Seifenblase nicht zu stören, dürfte auch dem Letzen klar werden, wenn man bedenkt, wieviel Aufruhr um die Notre Dame gemacht wurde und wie wenig wir über jene Katastrophen hören, die unser Klima und unsere Zukunft gefährden.

 

Ein weiterer Punkt bei dem Klimawahn sind unsere streikenden Schüler, die grossartig bejubelt werden. Interessanterweise waren diese Schüler jetzt während der Ferienzeit zu beschäftigt, in Urlaub zu fliegen, als dass sie sich für die Umwelt hätten einsetzen können. Ebenso interessant ist es, dass unsere luxemburgischen Medien ohne rot zu werden erklären, es hätte in der Zeit Demonstrationen gegeben. Sie kalkulieren wohl, dass nicht genug Leute im Land geblieben sind, um die Nicht-Existenz der Demonstrationen wahrzunehmen.

 

Einen Vorteil hat das Ganze: In der Zeit hinterlassen sie zumindest an den Orten, an welchen sie demonstrieren, keinen Müll, deren Zusammenhang mit ihrer sauberen Zukunftsumwelt sie scheinbar nicht erkennen können.

 

Ich frage mich, ob die De-monster-anten auch dann noch die Schule schwänzen würden, wenn jede Stadt ihnen einen Ort zur Verfügung stellt, an dem sie Bäume pflanzen könnten, etwas das wirklich zur Verbesserung der Luft und somit des Klimas beiträgt. Denn bisher beweisen unsere "Schüler" nur, dass sie auf die einzige Weise demonstrieren, die sie sich als Talent auserkoren haben: Nichtstun!

 

Und was hat meine Kaffeemaschine damit zu tun?

 

Nun ja, ich könnte es mir verbeissen, Kaffee zu trinken, der ja auch importiert werden muss.

Im Gegensatz der heutigen Kaffeekapseln (und bitte der einzelne möge sich sein ‚ich alleine brauche ja nicht so viel davon' verkneifen und das Gesamtbild des Problems betrachten) sind meine Kaffeefilter biologisch abbaubar und der Kaffeesatz ist ein guter Dünger für meine Bäumchen, die ich auf meinem Balkon heranzüchte… um diese irgendwann pflanzen zu können.

 

  

   

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