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Meditation für die Welt...

5. April 2020, 11:09am

Veröffentlicht von Shade

oder: Haben wir es immer noch nicht verstanden?

 

In diesem Text möchte ich nicht auf die verschiedenen Theorien eingehen, die es nun zum Thema Krise und Corona in Hinblick auf Wirtschaft usw gibt. Mir geht es gerade mehr darum, was zur Zeit auf esoterisch-spiritueller Ebene abläuft und bei dem mir persönlich klar wird, dass ein Grossteil dieser Leute immer noch 0-8-15-Menschen sind, und - bitte nehmt mir meinen Ton nicht allzu übel - nicht erleuchtet sondern verblendet und total verpeilt sind.

Es wird zur Zeit immer wieder zu gemeinsamen Meditationen aufgerufen, die helfen sollen, Welt und Menschen zu heilen, damit wir aus dieser Zeit heraustreten und ...

 

... ja, und was?

 

Glauben diese Menschen wirklich, dass danach die gesamte Menschheit sich liebevoll in die Arme fällt und nun friedlich und glückselig miteinander lebt?

 

Ich möchte einfach bloss einen Blick darauf werfen, dass nun die Handschuhe achtlos auf die Einkaufswägen geworfen werden, und die Menschen immer noch ... nun ja... Menschen sind. Sie sind nicht dabei achtsam zu werden, sie leben immer noch in ihrer kleinen egozentrischen Luftblase und glauben zum grösstenteil auch immer noch, dass dieser Virus sie nicht betrifft, bzw. dass jeder andere darauf zu achten hat, dass er sie nicht betreffen wird.

 

Doch das ist in meinen Augen nicht das wahre Problem.

 

Im Sinne der spirituellen Entwicklung sind nämlich diese Gruppenaufrufe einen Schuss in den Ofen. Dabei kann ich nur hoffen, dass es NUR einen Schuss in den Ofen ist und wir uns damit nicht selbst ins Aus schiessen.

 

Fangen wir einmal beim ersten Punkt an:

Wieviel soll ich wetten, dass jene die diese Gruppenaufrufe starten und andere darum bitten, sich doch den Wecker zu stellen, um um 3 Uhr Nachts mit zu meditieren, sich eine sehr bequeme Zeit ausgesucht haben, um eben diese Meditation zu machen.

Genaugesehen also wollen die Anstifter dieses Rottenverhaltens, dass sich eine ganze Welt um sie dreht! Dass die anderen teilweise notwendigen Schlaf opfern müssen, weil sie vielleicht zu jenen gehören, die arbeiten müssen, interessiert diese "Gut-Menschen" herzlich wenig.

Weiterhin sind da also Menschen der festen Überzeugung, dass die Welt (das Universum?) sie benötigt um zu heilen.

 

Als ich die ersten Aufrufe in diese Richtung hörte und las, hatte ich ein sehr schlechtes Gefühl. Also bitte, liebe spirituellen Menschen, die ihr mir doch jeden Tag aufs Brot schmiert, ich solle auf mein Gefühl hören: ich tue das jetzt!

Warum aber ist mein Gefühl, auf das ich mich schon jahrelang verlassen kann, so vehement?

Also weiter geht es in meinen Überlegungen:

Es wird nun natürlich aufgerufen, dass wir Licht senden sollen, Sonnenlicht, weisses Licht, rosa Licht, was auch immer aber es muss hell sein und nach ... ich bitte um Nachsicht für meinen weiteren Sarkasmus... glitzernden Einhornpupsern riechen.

Dabei kenne ich nichts in der Natur, das sich, wenn es krank ist, dem Licht aussetzt, sondern die Zeit nutzt um sich zurückzuziehen, ein einen dunklen ruhigen Ort aussucht, da nur dort die heilsamen Aspekte arbeiten können. So wie unser Körper nur während der Dunkelheit Hormone entwicklen kann, die heilsamen Schlaf ermöglichen, ist gerade dies von uns als "dunkle Zeit" angesehene Zeit notwendig um zu heilen, ganz gemäss der universellen Gesetzmässigkeit der Äquivalenz: Wie oben so unten, wie unten so oben.

 

Die Nachricht, die ich sehr klar bekam ist: Diese Krise IST die Heilung!

Wir können nicht von der Krise heilen, wenn wir nicht verstehen was diese auf spirituellem Gebiet mit uns macht. Dieser Virus ist nicht das Problem, das es zu bekämpfen gilt wie Don Quichote die Windmühlen bekämpfte.

 

Indem wir Licht einsetzen, weil wir arrogant genug sind zu glauben, dass die Natur uns braucht um zu heilen, bekämpfen wir die Heilung selbst!

Eine sehr gute Freundin von mir hat es auf den Punkt gebracht: Wir sollten die Zeit nutzen um zu betrachten, was die Auszeit vom Menschen mit der Natur macht.

Verschiedene Menschen schicken Videos in denen man erkennen kann wie Delphine in den Gewässern von Venedig schwimmen, oder wie die Natur sonst aufblüht, jetzt da die Menschen sich zurückgezogen haben. Wie kann also da der Mensch, dessen gesunder Menschenverstand noch nicht vollkommen verblendet ist, denken, dass WIR der Natur helfen können, mit unserer Vorstellung von Licht und Heilung.

Wäre es nicht an der Zeit, gerade eben diesen Augenblick zu nutzen, um bei sich selbst anzukommen, sich selbst zu heilen?

Denn, wenn wir jetzt die Welt gemäss unserer Vorstellung 'heilen', (was wir gar nicht können), dann beschäftigen wir uns in dem Moment mal wieder mit etwas anderem, so dass wir uns nicht uns selbst und unseren eigenen Unzulänglichkeiten stellen müssen. Und wenn die Welt dann... immer noch nach unseren Vorstellungen ... 'geheilt' ist, können wir genauso weiter machen wie bisher, weil wir uns immer noch nicht geändert haben und noch genauso kaputt sind wie eh und je.

Diese Aufrufe demnach sind nur eine weitere Fluchtmethode um sich nicht mit sich selbst zu befassen, um sich selbst zu belügen und um sich späterhin auf die Schulter klopfen zu können, weil man ja soooo ein guter Mensch war und die Welt gerettet hat.

 

In diesem Sinne trauere ich um die Welt, die vom Grossenwahn und der Verblendetheit vieler pseudo-spiritueller Menschen daran gehindert wird, JETZT heilen zu können.

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