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NLM Neuro-Linguistische Magie

23. Oktober 2013, 16:30pm

Veröffentlicht von Shade

Als ich begann, mich mit Magie zu befassen, gab es auf diesem Gebiet so gut wie keine Bücher, und so gut wie keine Lehrer. Das bekannteste Buch war wohl jenes von Franz Bardon, doch das Auftreten meines Onkels - in meinen Kreisen der einzige, der sich tiefgreifend mit dem Buch befasst hatte - liess mich daran zweifeln, dass es sich dabei um ein Werk handelte, das unbedarft jedem in die Hände gegeben werden dürfte, bei dem Gefahr bestand, nicht selbstkritisch und mit gesundem Menschenverstand die Techniken zu lernen oder das Buch aus guten Gründen zur Seite zu legen und besseres Matieral zu suchen. An dieser Stelle möchte ich erklären, dass sich diese Sichtweise über die Jahre hinweg bestätigt hat, entweder erlebte ich Bardon-Anhänger als grössenwahnsinnige Egomanen oder ich wurde darum gebeten, die Scherben zusammenzufegen, weil sich mal wieder jemand unvorbereitet damit auseinander gesetzt hatte.

 

Ich selbst habe mit ritueller Magie an erster Stelle weniger am Hut, bzw habe ich einen ganz anderen Blickwinkel dazu, den ich auch noch späterhin weiter erläutern werde. Ich hatte dann das Glück an H.E. Douvals Bücher zu gelangen, die mir einen wesentlich wichtigeren Aspekt der Magie aufzeigte: Mentale Magie.

 

Wesen aufrufen, ist ja ganz nett!

Rituale oder gar Zeremonien aufzubauen, ist ja auch toll!

 

Mir allerdings erschloss sich teilweise die Logik nicht. In den 80'ern und 90'ern Jahren gab es einen Spruch, den ich persönlich für sehr wichtig empfinde: Ein richtiger Magier kann Magie auch nackt in einer Telefonzelle bewirken. Liegt es nun daran, dass seit dem Handy-Alter für die meisten Telefonzellen unbekannt sind, oder liegt es daran, dass die Leute sich das Leben mal wieder gerne verkomplizieren, der Ausdruck ist wie vom Erdboden verschwunden, und mit ihm das Interesse, Magie in seiner Einfachheit mental zu wirken! Das macht die Überlegung nicht minder wichtig.

 

Ein Beispiel?

Ich sage bloss: Schutzzauber!

Da benötigen 90% unserer Magier Kerzen, Kreide, Athame, Stab und Kelch, die gelben Seiten der aufzurufenden Wesen und natürlich die aufzurufenden Texte, die dann auch noch oftmals in einer Sprache geschrieben sind, derer man nicht unbedingt auf geläufige Weise mächtig ist.

Jeder kann es damit ja halten wie er will, für mich fehlt da einfach die Logik. Das ist ungefähr so, als müsste ich jedesmal, wenn ich mein Auto benutze, erst einmal noch Bremsen, Sicherheitsgurt und Airbags einbauen.

 

Ich habe Magie im Sinne von I-MAGI-nation gelernt, über die gesamten Sinne damit arbeitend, und wenn ich JETZT einen Schutzkreis benötige, dann visualisiere ich den JETZT, ohne Kreide, ohne Kerzen. Auch arbeite ich gerne mit anderen Wesen, nur hat der Ruf an sich bisher immer gereicht um das Wesen auftauchen zu lassen, das passte... was auch noch den Vorteil hatte, dass ich lernen konnte, wer wann wie passt... und genau da zeigt sich etwas ganz anderes, auf das ich eingehen will, denn natürlich möchte ich ein wenig provozieren!

 

In dieser Weise, sich mental mit Magie auseinanderzusetzen, wird wesentlich stärker auf den Aspekt angesetzt, dass man sich selbst auch hinterfragen muss, und so geleitete mich diese Technik auch stark in den spirituellen Teil (warum glaube ich woran) und auch in den psychologischen Teil meines Seins. Für mich persönlich ist klar, dass Psychologie, Magie und Spiritualität Hand in Hand arbeiten, bzw. dass man die besten Resultate erzielt, wenn man die 3 Dinge gemeinsam als System betrachtet. So zum Beispiel hat sich bei mir ein Prinzip sehr klar herausgestellt: Ehe du mit Magie arbeitest, hinterfrage deinen Beweggrund.

 

Auf meinem psychologischen Weg dann bin ich unter anderem auf NLP gestossen, und hier möchte ich erst einmal innehalten, um die Sichtweisen, die sich hier aufzeigen, ganz klar hervorzuheben!

 

Es mag einigen nicht gefallen, aber NLP und Magie haben mehr gemein als es einigen lieb ist! Alleine schon, wie damit gearbeitet wird, macht klar, wie nahe sich beide stehen. Der eine nutzt Magie um andere zu manipulieren, der andere nutzt NLP dazu. Ebensosehr kann Magie wie NLP dazu eingesetzt werden, sich selbst weiter zu entwickeln und anderen hilfreich zur Seite zu stehen. In beiden Fällen trifft mein erstes Prinzip zu: Wenn du damit arbeiten willst, hinterfrage deine Beweggründe!

 

Ich habe mich mit beidem befasst um an erster Stelle, für mich selbst klarer definieren zu können, wer ich bin und was ich im Leben will. Ich hatte jedoch besonders auf dem Gebiet der NLP genau jenen Lehrmeister, wie ich ihn mir jahrelang für die Magie gewünscht habe: Jemand, der genau weiss was er tut, der offen ist, der eine sehr genaue Ethik trägt und diese an erster Stelle an seine Schüler weitergibt und der eine Souveränität in sich trägt, von der sich mancher 'magische Meister' erst einmal eine Scheibe abschneiden soll (ohne dass er dabei an Menschlichkeit verliert).

 

Ein zweiter Punkt, der darauf hinweist, wie ähnlich sich beides sind! Beide werden bekämpft und belächelt und können nur von jenen verstanden werden, die damit arbeiten. Was mich dabei besonders amüsiert ist der Spiegeleffekt, den NLP an die Magier abgibt. Diese haben nichts anderes als Hohn und Spott und Verachtung für NLP übrig, nehmen sie nicht ernst... ja genau die Aspekte, die Magiern so oft entgegengebracht werden, leben diese nun vollends gegen NLP aus, ohne zu merken, dass sie damit beweisen, dass sie genauso drauf sind wie jene, die gegen Magie spotten: verbohrt und verschlossen, halten sich für etwas besseres und glauben alles zu wissen und zu kennen... und von Ethik keine Spur.

 

Und genau das lernt man bei sauberem NLP ebenso wie bei sauberer Magie: Ethik.

Sich bewusst zu sein, dass wir nur unsere Meinung zu einer Situation haben, sich bewusst zu sein, dass wir die Wahrheit nicht in unseren Händen halten... oder... um es mit den Worten der NLP Vorannahme zu sagen: Die Landkarte ist nicht das Gebiet.

 

Und ja, klar ist diese Vorannahme so alt wie die Menschheit selbst! Alleine das IKE-Prinzip der Huna-Schamanen sagt genau dasselbe aus. Nur sollten wir in diesem Sinn auch nicht vergessen, dass die NLP-Erarbeiter nie behauptet haben, das Rad neu erfunden zu haben, sondern genau darauf hinweisen, dass man die Techniken sammeln sollte, die seit Ewigkeiten funktionieren (anstatt sie immer neu verpacken zu wollen). Und genau das könnten sich einige Magier auch mal gerade hinter die Ohren schreiben.

 

Somit etwas versöhnlicher: ist NLP und Magie nicht eine wunderbare Methode, diese Dinge - Denkweisen und Techniken - zu vereinen?

 

Alleine schon zum Thema Visualisation mag ich die NLP-Erklärung, einfach weil sie es treffender auf den Punkt bringt: VAKOG.

Ich kenne leider viele Menschen, die bei der Visualisation genau auf dem Wort hängenbleiben: visuell. Nun ist nicht jeder visuell, ein anderer arbeitet lieber auditiv usw.

Wenn ich diese Überlegung klarer auf ein Ritual umsetze, wird auch der Sinn eines Rituales wesentlich klarer: ich nutze ein Ritual um alle meine Wahrnehmungskanäle und Sinne auf mein Ziel abzustimmen.

 

Und schon bin ich bei mir!

 

Ja, ich bin nicht dabei, irgendwelche Wesenheiten aufzurufen, ich versuche nicht, die Elemente zu befehlen.

 

Ich stärke einzig und alleine meine mentale Energie, um diese in die richtige Richtung zu leiten. Und da kann ich dann problemlos die Idee der Magie als "Arbeit mit der universellen Energie" (auch Od genannt) mit einfliessen lassen. Elemente und Utensilien können mich dabei sehr wohl unterstützen, aber ich vergesse nicht, wer ich bin, der - mit meinen Glaubenssätzen und Werten, und somit mit meinen Beweggründen - etwas magisch erreichen möchte.

 

Und wenn's dann schiefgeht, helfen mir die Fragen der NLP-Techniken, herauszufinden, WARUM etwas schief ging. ;-)

 

In diesem Sinne... magische NLP-Grüsse

 

Shade

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