Heilung
Besonders im esoterischen Bereich ist Heilen ein Thema der sich über breite Gebiete erstreckt. Sei es nun über Klänge / Klangschalen, über energetische Behandlungen wie unter anderem Reiki (über die Bedenklichkeit dieser Technik alleine werde ich einen Text schreiben) oder sonstige Methoden, Heilung scheint über die letzen Jahre an Priorität gewonnen zu haben.
An erster Stelle kann ich den Gedanken nachvollziehen, Menschen wie Gesellschaft scheinen an allen Ecken und Enden zu erkranken, und es ist vielleicht an der Zeit (gewesen?), sich der Heilung zu widmen. Nur: Wann sind wir endlich heil?
Mich wundert immer wieder, dass in vielen Bereichen, die sich als esoterisch, magisch oder spirituell betrachten, der Blick auf die Gesetzmässigkeiten allgemein nicht nur nicht existiert, sondern eine davon immer wieder jedem vorgehalten wird, doch vor den Heilern selbst, keine Achtung findet. Ich spreche von dem Gesetz der Anziehung.
Ob ich nun vom Gesetz der Anziehung spreche, vom Kahuna Prinzip MAKIA (Energie folgt der Aufmerksamkeit) oder allgemein auf den Fokus des Themas hinweise, beim Heilen sind wir in Gedanken auf dem Weg der Heilung, nicht aber bei dem Ziel, dem Resultat. Für diejenigen, die jetzt erklären wollen, dass der Weg das Ziel ist, möchte ich ganz lapidar den Satz einer guter Freundin hinstellen: Sag mal jemandem, der aufs Klo muss, dass der Weg das Ziel sei.
Nach dem Gesetz der Anziehung muss also immer wieder neues erschaffen werden, das es zu heilen gilt, und somit werden wir nie heil, nie ganz, werden, weil dies nicht im Sinne der Heiler liegt. Dabei möchte ich ganz kritisch darauf hinweisen, dass Heiler in keinster Weise 'besser' sind als jene Ärzte, auf welche sie mit dem Finger zeigen: Ein Heiler hat keinen Grund seine Kunden wirklich heil werden zu lassen, denn dann verliert er einen Kunden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ums Geld geht oder bloss darum, sich selbst auf die Schulter klopfen zu können und sich tagtäglich sagen zu können, man habe wieder einem Menschen etwas gutes getan.
Als ich vor einigen Jahren in der Nähe von Cannes eingeladen worden war, um über die Illusion des Ichs zu sprechen, hat mir jemand stolz verkündet, er wäre seit 3 Jahren in Behandlung bei einem Heiler. Als ich ihn fragte, warum dieser ihn in diesen 3 Jahren denn noch nicht geheilt hatte, wusste der Herr keine Antwort mehr. Er wurde demnach behandelt, aber nicht geheilt.
Ganz grob gesagt: Wenn ich mir ansehe, wieviele Jahre die Heiler nun Menschen, Gesellschaft und Erde zu heilen versuchen, wage ich zu bezweifeln, dass die Techniken irgendeine Wirkung haben. Dabei ist es auch wichtig im Auge zu behalten, dass es sich dabei um Menschen handelt, die somit bewerten und beurteilen, dass alles um sie herum krank ist, und ihrer Heilung benötigt. Wenn ich mir dies im Sinne der NLP-Vorannahme "Die Landkarte ist nicht das Gebiet" betrachte, stellt sich mir die Frage, wer denn nun wirklich ein krankes Bild hat, bzw. krank ist?
Persönlich schlussfolgere ich daraus mal wieder mit 2 Punkten:
Meine erste offene Frage ist: Was ist denn nun HEIL-SEIN?
Ich denke, dass sich viele über die Jahre hinweg Gedanken um Krankheiten und Heilung gemacht haben, doch nur wenige sich wirklich damit auseinandergesetzt haben, was es denn nun wirklich bedeutet, Heil zu sein, bzw. was sie dann mit der Zeit anfangen werden, die sie bisher zum Heilen benutzt haben.
Der zweite Punkt ist für mich der Aspekt des sekundären Krankheitgewinns. Wir können davon ausgehen, dass es (wenn auch nur unbewusst) für viele sinnvoll ist, nicht heil-sein zu wollen. Was also entnehmen die Menschen ihrem Krankheitsbild, bzw. dem Weg der Heilung?
Persönlich fallen mir dazu wiederum zwei Aspekte ein, die ich als Theorie hinstellen möchte aber natürlich für jeden offenlassen will, so dass man sich seine eigenen Gedanken dazu macht.
Kann es sein, dass vielen der (judeo-christliche) Glaubenssatz unterliegt, hier leiden zu müssen, um späterhin Eintritt zum Paradies zu erhalten? Kann es also sein, dass viele sich hier das Glück verbieten, weil sie sicher sein wollen, in aller Ewigkeit glücklich sein zu können?
Und, kann es sein, dass dieses Heilen der einzige Augenblick ist, wo sich jemand um diese Menschen kümmert, sie ernst nimmt, ihnen zuhört und sich ihrer annimmt? Kann es sein, dass Menschen Angst haben, heil zu sein, weil sie dann wieder auf sich alleine gestellt sind?
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Zum Thema "Reiki" kann man hier lesen: http://magieheute.forumprofi.de/themen-f3/reiki-t35.html