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Zum Thema "Erleuchtung"

26. August 2012, 13:43pm

Veröffentlicht von Shade

Das Thema Erleuchtung

 

Ja, ich spreche das E-Wort aus :

Erleuchtung

Erwachen

Was immer der einzelne mit diesem Wort in Verbindung bringen möchte.

Und huch, wie oft habe ich schon gehört, dass man darüber nicht sprechen soll, nicht darüber sprechen kann, weil man es nur erfahren kann? Nicht, dass dies unbedingt als Idee falsch sei, doch die meisten, die dies aussprechen sind solche, die mit diesem Thema nicht durch sind. Deswegen möchte ich hier einfach mal erklären, wie das Thema von sich geht, und zwar für jeden von uns.

 

Dazu möchte ich eins klarstellen, ich werde hier nicht erklären, wie man diese ach so erwartete Erleuchtung erlangt, sondern wie man sie verstehen kann, und das ist ein grosser Unterschied!

 

Erst einmal allerdings möchte ich ein System einfügen, das vielen aus anderen Gebieten bekannt ist: Die 5 Stufen der Akzeptanz von Elisabeth Kübler-Ross. Viele kennen sie im Thema von unheilbaren Krankheiten, doch lassen sie sich auf jeden Aspekt ansetzen, den man nicht umgehen kann und somit akzeptieren muss. Deswegen passen sie auch wunderbar zur Erleuchtung.

 

1.     Verneinung – Nicht-Wahrhaben-Wollen

An erster Stufe kommt der Punkt, dass man das, was ist, nicht wahrhaben will. Bei der Erleuchtung gibt es mehrere Weisen, in denen sich das äussert.

Die einen umgehen das Wort Erleuchtung mit allmöglichen Versionen, wollen klären, dass dies kein Ziel ist, das sie anstreben. Dass auch all dies eine Methode ist, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, streiten sie vehement ab.

Andere wiederum sagen von vorneherein, dass es Erleuchtung nicht gibt, alles esoterischer Kram, einer unerreichbaren Glückseligkeitsillusion hinterher zu rennen. Da sie diese Argumente jedoch unter den falschen Motiven hervorbringen, bleiben sie auch in der Verneinung, und arbeiten unterbewusst daran, zu beweisen, dass es die Erleuchtung nicht gibt... indem sie danach suchen.

 

2.    Verhandeln

Nein, wir meditieren nicht regelmässig, weil wir uns doch ein Resultat erwarten. Nein, wir praktizieren nicht Zazen, weil wir glauben, damit das bewährte E-Wort zu erreichen, und nein, wir fasten sicherlich NUR, weil das uns körperlich reinigt (warum wollen wir uns denn scheinbar reinigen???)

Unbewusst läuft das Programm allerdings sehr klar ab: Wir meditieren, fasten, machen einen Retreat, suchen einen Lehrmeister auf... weil wir uns das absolute höchste Ziel davon erwarten. Ich mach das, und bekomme dafür die Erleuchtung

 3. Wut

Mit der weiteren Phase wird klar, ob man sich beim Meditieren usw etwas vorgemacht hat oder nicht. Ihr könnt euch vielleicht nicht vorstellen, wieviele Menschen sich bei mir recht öffentlich beschwert haben, dass sie doch jetzt schon soooo lange den goldenen Mittelweg, den rechten Pfad, die Meditation, die Rituale durchgezogen haben und NICHTS ist passiert. Ja, was sollte denn passieren? Und wieder geht es los, mit dem Herumgeeiere, WAS dieses Besondere denn nun gewesen sein sollte, das denn zu errreichen gewesen wäre. Immer noch im ‚Einklang‘ mit der Verneinung und der Verhandlung, wird kaum klar ausgedrückt, was denn erwartet wurde.

Und bitte, versteht mich recht, wenn ich davon spreche, wer sich da so alles bei mir beschwert hat, meine ich damit nicht nur Aussenstehende, sondern auch mein Selbstgespräch ;-)

 

4.    Depression

Lässt die Wut dann erst einmal nach, stellt sich oftmals eine Art von Depression ein. Was macht es für einen Sinn, zu meditieren, wenn eh kein Resultat zu erwarten ist? Dabei ist zu verstehen, dass es nicht so ist, als gäbe es kein Resultat durch Meditation, aber eben das erwartete und in den schönsten Farben ausgemalte seligmachende Ziel wurde damit nicht erreicht. Die ganze Mühe scheint umsonst, die Arbeit war es nicht wert, alles ist sinnlos, was macht man da eigentlich.

Was die wenigsten begreifen ist, dass es genau diese Einstellung ist, die Verständnis erst aufkommen lassen kann, denn man lässt endlich von den Ideen los, die man sich zu diesem Thema aufgebaut hat und ist frei dafür, worum es wirklich geht.

 

5.    Akzeptanz

Hat man diese Stadien erst einmal durch, kann sich Akzeptanz einstellen. Man akzeptiert das wichtigste überhaupt: dass es nicht um die eigenen Vorstellungen geht!

Und so akzeptiert man, dass das was ist, ist. Nicht mehr und nicht weniger...

 

Und genau darum geht es im Thema „Erleuchtung“

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