Der Beweggrund (8)
Ein weiterer Einblick in verschiedene Gespräche mit Menschen, die davon überzeugt sind, sich auf sich selbst zu besinnen, lässt mich noch einmal einen weiteren Text schreiben, damit jede Ebene geklärt ist, ehe es um Techniken gehen kann.
Einige Leute erklären, dass - nachdem sie bei sich angekommen wären - sie sich natürlich wieder auf andere konzentrieren würden, bzw sich um andere kümmern.
Der Haken ist, dass dies nicht der Beweggrund sein darf, warum jemand nach sich schaut.
Wenn es der Person nur darum geht, Kraft zu tanken, um sie gleich wieder an andere abzugeben, hat Sinn und Zweck der Arbeit an sich selbst verfehlt.
In diesem Fall wird man nämlich immer einen Blick auf den anderen haben, um zu sehen, ob man denn nun wieder für diesen bereit ist, und ist somit sogar während der Arbeit an sich selbst... beim Anderen.
Werden wir uns bewusst:
Welchen Austausch ich immer mit einem anderen habe, ICH bin es, der ihn erlebt.
Was immer ich an Reaktion und Feedback bekomme, ICH nehme ihn war und empfinde ein Gefühl darauf.
Was immer ich an Empfindungen habe, ICH fühle sie.
Auch wenn der Austausch etwas sehr wichtiges ist, damit dieses Ich auch etwas zum Erleben hat, wir können nur diesen einen Teil in der Sache einnehmen: Ich.
Dr Phil McGraw hat ja erwähnt, dass, was immer wir tun, wir es in Hinblick darauf tun, was für uns selbst drin ist.
Nicht nur in NLP und der Systemik wird erklärt, dass jede Handlung immer eine positive Absicht uns selbst gegenüber hat... auch wenn wir noch so stark davon überzeugt sind, uns selbstlos dem anderen hinzugeben.
Wenn wir also an uns selbst arbeiten, wenn wir UNS mit anderen austauschen, sollte immer werte- und vorurteilsfrei geklärt sein:
Dass wir nur aus uns selbst heraus handeln,
Dass wir nur aus uns selbst heraus wahrnehmen
Dass wir uns unsere eigenen Gefühle wirklich erleben
Und dass wir nur die eigenen Gedanken abspielen
Es geht nicht darum, diese Aspekte zu bekämpfen oder zu negieren
Es geht nicht darum, diese Aspekte auf ein Podest zu stellen und zu erwarten, dass die anderen auch nur uns sehen
Es geht darum sich bewusst zu werden, dass es für jeden einzelnen so ist und nicht anders.
Es geht darum, es anzunehmen und authentisch damit leben zu können
In augenzwinkernder Hoffnung, dass wir uns nun mit uns selbst... unseren Selbsten... befassen können...