Kind-Ich: Meine Gefühle sind es wert, gelebt zu werden (11)
Ein Aspekt, den ich beim Kind-Ich sehr wichtig empfinde ist, dass es der älteste Ich-Anteil ist, den wir besitzen. Wir beginnen, eben gerade als Kind, die Welt sinnlich und somit sinn-voll kennenzulernen und erschaffen aus diesem Ich heraus, die anderen Anteile.
Ein Kind ist kreativ und schöpferisch, solange es in Freude seine Umwelt emotional wahrnehmen kann und darf, es ist der Anteil, der unsere Phantasie noch Phantasie lassen lässt, ohne Bewertung.
Genau diese Aspekte sind für ein gesundes Erleben notwendig, doch nur, wenn dies frei von Werturteilen passiert. Es geht dabei nicht darum, dass man sagt "Nach mir die Sintflut", sondern dass man ohne Ängste leben kann, ohne die Angst, nicht mehr geliebt zu werden, oder gar ausgestossen zu sein.
Die drei Kind-Ich Anteile haben je einen Aspekt, die zu beachten sind.
Als Kind hat man sich angewöhnt, auf die Eltern zu schauen, um zu wissen, ob das, was man tut, richtig ist. Es war wichtig, sich anzupassen, um so keinen Ärger auf sich zu ziehen. Das mag etwas hart klingen, doch wir übten damit auch, uns der Gesellschaft und unserer Umgebung anzupassen. Dieses angepasste Kind-Ich tragen wir auch als Erwachsener in uns. Denn wir vertrauen auf unser Gefühl, um zu erkennen, ob wir dazugehören oder nicht.
Doch der Rebell in uns ist jener, der uns die Möglichkeit gibt, dennoch individuell zu sein, hier können wir aus unseren Empfindungen schöpfen, ob wir uns wohl fühlen und wir selbst sind.
Das freie Kind in uns ist dann der Anteil, der sich nach Herzenslust austoben kann, kreativ und phantasievoll sein darf. Wenn wir uns voller Begeisterung mit einem Hobby befassen, kommt jenes zutage und kann voll ausgelebt werden.
Wiederum hier achtet das Erwachsenen-Ich darauf, dass wir darüber hinaus nicht vergessen, uns den alltäglichen Dingen zu widmen, die erledigt werden müssen, und wir zwar kindlich sein können, aber nicht kindisch werden.