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Ist das Ich das Problem? (1)

7. August 2013, 11:49am

Veröffentlicht von Shade

Es fällt mir etwas schwer, den richtigen Einstieg in das Thema zu finden, stehe ich doch schon mittendrin, durch eigene Erfahrungen, durch Schulungen und auch durch das Beobachten anderer Leute, die mit mehr oder minder alltäglichen Problemen kämpfen, nach Rat fragen und scheinbar nicht an die Lösung heranreichen können.

 

Und es geht dabei effektiv um die diversen Probleme... oder sollte ich nicht eher sagen: um die diversen Symptome, deren Ursprung und somit wirkliches Problem immer dasselbe ist. Doch ich habe das Gefühl, vorzugreifen...

 

Wie oft, sei es nun in Foren, im Fernseher, oder im privaten Bereich, scheint uns die Umwelt Hürden hinzustellen, die wir uns unüberwindbar vorkommen. Dies passiert oft in Form eines anderen Menschen, der uns nicht zu respektieren scheint, der uns auf eine Weise behandelt, die uns unmöglich, unmenschlich und so gar nicht nett vorkommt oder der uns vielleicht ignoriert, obwohl wir uns doch so viel Mühe geben, seine Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen.

 

"L'enfer, c'est les autres" (Die Hölle sind die anderen) hat Sartre so schön beschrieben, nur können wir diese anderen nicht ändern, damit es uns sozusagen besser gehen könnte. Es gibt die im Film "Oui mais" (JA aber) so wunderbar beschriebene Fernsteuerung nicht, mit der wir die anderen so einstellen können, damit sie so handeln, dass es uns passt.

 

Und genau dieser Punkt geht sehr weit, wie sich schnell bei den Hilfesuchenden herausstellt. Denn WIE die Hilfe auszusehen hat, die der Therapeut, Coach oder Mitmensch zu geben hat, ist schon vom Problemtragenden sehr klar definiert: Gib mir das, wovon ich denke, dass ich es mir selbst nicht geben kann.

Sie erwarten Respekt, Verständnis und Empathie, jedoch in ihren eigenen Normen und Vorstellungen. Dass also ein Therapeut sehr wohl verstehen mag, jedoch eben das Gesamtbild, die Systemik, ist für den Problemtragenden unersichtlich, weil er nicht das bekommt, was er sich selbst unter Verständnis vorstellt.

 

Doch wer sich diesen bisher geschriebenen Text näher betrachtet, wird vielleicht etwas feststellen: Jener, der ein Problem hat, ist NIE bei sich selbst.

 

Das Problem steht aussen, das Verständnis sowie die Hilfe und Problemlösung muss von aussen kommen, alles scheint die Umwelt zu betreffen, in welcher es doch unmöglich scheint, ... SICH... zurechtzufinden... womit wir beim Punkt wären.

 

SICH! Solange wir unsere Blicke nur nach aussen richten, uns selbst aber noch nicht gefunden haben, uns... aussen vor... lassen, solange können wir davon ausgehen, dass das Problem nicht gelöst wird.

 

Um es salopp mit Captain Jack Sparrows Worten auszudrücken: Das Problem ist nicht das Problem, das Problem ist deine Haltung zum Problem...

 

... und dort werde ich nun beginnen, in den folgenden Texten zu erklären, wie man vielleicht der Lösung einen wesentlichen Schritt näherkommt...

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